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„Armut - verlorene Würde“
Ausstellung in der Stadtbücherei Hilden vom 10. bis 27. November 2010


Vom 10. bis 27. November 2010 ist in der Stadtbücherei Hilden in Kooperation mit Amnesty International die Ausstellung „Armut – verlorene Würde“ zu sehen. Die offizielle Eröffnung wird am Freitag, 12. November 2010 um 19.30 Uhr durch Bürgermeister Horst Thiele vorgenommen.

„Die 1948 von der UNO verabschiedete „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“, die erste internationale Proklamation der Würde und Gleichheit aller Menschen, bildet bis heute die wichtigste Grundlage für die Diskussion ethischer Werte über alle nationalen, ideologischen und kulturellen Grenzen hinweg. Die aufgeklärte Vision von der Freiheit des Einzelnen, vom sozialen Schutz, von wirtschaftlichen Chancen und vom Dienst an der Gemeinschaft ist noch immer unerfüllt.“ (Kofi Annan, ehem. UNO-Generalsekretär).

Wenn es an Wasser, Nahrungsmitteln, Obdach oder Bildung fehlt, ist dafür in der Regel keine „Naturgewalt“ verantwortlich. Es sind vielmehr von Staaten begangene oder geduldete Verstöße gegen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte:

• Wie in Simbabwe, wo ein diktatorischer Präsident internationale Hilfe ablehnt, die knappen Lebensmittel nur an seine eigenen Anhänger verteilt und Elendsviertel, in denen viele Kritiker seines Regimes leben, erbarmungslos dem Erdboden gleichmacht.
• Wie im Tschad, wo als Folge zwischen Kämpfen der Armee und einem Bündnis bewaffneter Oppositionsgruppen Hunderte von Zivilisten getötet und verletzt wurden, Zehntausende ihr „Zuhause“ in der Hauptstadt N`Djamena verloren weil ihre Behausungen gezielt zerstört wurden und viele außer Landes flüchten mussten, um ihr Leben zu retten.

Die Ausstellung „Armut – verlorene Würde“ dokumentiert mit Bildern und Texten aus den afrikanischen Ländern Simbabwe und dem Tschad, beispielhaft für andere Länder, die schrecklichen Auswirkungen kriegerischer Auseinandersetzungen und politischer Krisen auf die betroffenen Menschen:

Millionen von Menschen hungern, gehen nicht zur Schule, haben keine ärztliche Versorgung oder kein Dach über dem Kopf. Armut hat viele Gesichter, doch eines verbindet die Armen in aller Welt:
Ihre Menschenrechte werden mit Füßen getreten. Arme werden schneller diskriminiert, an den Rand der Gesellschaft gedrückt.

Die Armen, und das ist in diesen betroffenen Ländern in der Regel die Mehrheit, trifft es stets am härtesten.

Die Ausstellung ist vom 10. bis 27. November in der Zeit von 9.30 bis 19.00 (werktags) und 9.30 bis 15.00 Uhr (samstags) in der Stadtbücherei zu sehen. Darüber hinaus wird der Gottesdienst in der Friedenskirche, Molzhausweg, in Hilden am Sonntag, 14. November 2010 um 10.00 Uhr unter dem Motto Afrika stehen.