Ausstellung „Der Weg ist das Bild“ - Nijaz – Neue Bilder
Das Ausstellungsjahr 2012 beginnt am 15. Januar mit der Eröffnung der Ausstellung „Der Weg ist das Bild“ Nijaz – Neue Bilder. Das Kulturamt der Stadt Hilden zeigt im Kunstraum Gewerbepark-Süd, Hofstraße 64, Hilden, vom 15.01. – 12.02.2012 neue Werke des Künstlers Nijaz.
,,Malen ist eine Art über das Leben nachzudenken, ist aktiver als bloßes Betrachten. Malen ist ein Wille, Wirklichkeit zu sehen, sich in sie zu vertiefen, an Entdeckung und ihrem Verständnis mitzuarbeiten. Auch malen." ( Antoni Tapies)
Die Arbeiten von Nijaz fordern den Betrachter zu einem in der heutigen, schnelllebigen Zeit fremd gewordenen Verhalten heraus: innezuhalten, sich Zeit zu nehmen zur Konzentration auf das, was der Künstler mit Sensibilität geschaffen hat, seine innere Vision der Welt aufzufangen und sie fortzusetzen. Im Zustand der Empfangsbereitschaft kann der Betrachtung der Arbeiten von Nijaz eine ganze Kette gedanklicher Assoziationen aufnehmen, die im emotionalen Bereich durch die Einheit von Form und Inhalt berühren.
Ausgehend von anthropomorphen und anderen gegenständlichen Formen entwickelt der Künstler eine abstrakte Bilderwelt, in der die unterschiedlichen Motive thematisiert werden:
Perspektive, Bewegung, Kontrast, Tiefe, Struktur, Rhythmus, um nur einige zu nennen. Nijaz künstlerische Qualität basiert auf der Sicherheit, Proportion, Fläche und Raum zu bewältigen, auf seiner Fähigkeit, harmonische Werke zu gestalten, die dennoch vor Spannung zu pulsieren scheinen, quasi den Schaffensprozess von innen heraus vergegenwärtigen.
Die Farbpalette des Künstlers umfasst sowohl die subtile, differenzierte Zartheit von Pastelltönen als auch die aggressiven, kraftvollen Primärfarben mit ihrer expressiven Urkraft. Auch bei der Kombination beider Farbelemente im Hell-Dunkel-Kontrast gelingen dem Künstlers Werke höchster Ausgewogenheit. Die Oberflächengestaltung der Arbeiten wirkt außerordentlich lebendig durch die Verarbeitung mehrerer dünner Farbschichten übereinander, die zum Teil die Leinwandstruktur durchschimmern lassen. Die Kombination mit pastosen, reliefartigen Elementen, den Ablagerungen organischer Substanzen, fesselt durch ihren spannungsgeladenen Ausdruck, der letztlich in einer Harmonie des Gesamteindrucks mündet.
Wir sehen geometrische Formen, Kreise, Linien oder verschwommene Strukturen, rhythmisierte Bewegung, Energie, die Ruhe fand, mikroskopisch Vergrößertes oder die Zusammenballung von etwas, das einst eventuell materialisiert war und nun Gedanke ist, nicht Abbildung. Die Gegensätze in diesen Bildern berühren sich. Konzentration und Auflösung, Fläche und Tiefe, Dissonanz und Harmonie, Dynamik und Meditation strahlen eine subtile Sinnlichkeit aus, die den Betrachter in den Bann zieht.
Ausstellungseröffnung: 15.01.2012, 11 Uhr
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag 14 – 18 Uhr Samstag + Sonntag 11 – 16 Uhr