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"Eine Frau in Berlin"
Szenische Lesung mit Musik aus dem Tagebuch der „Anonyma“ des Frühjahres 1945
In Zusammenarbeit mit der VHS Hilden-Haan


Christine Kättner / Barbara Zimmermann-Keßler

Berlin im Frühjahr 1945. Straße für Straße erobert die Rote Armee die Stadt. In langer Erwartung hocken die Menschen in den Kellern und warten auf ihr Schicksal. Eine junge gebildete Frau um die 30, schildert die Geschichte dieser Tage aus ihrer Perspektive mit erschütternder Offenheit und ohne Selbstmitleid. Sie selbst wagt in der unmittelbaren Nachkriegszeit keine Veröffentlichung.
Kurt Marek alias C.W. Ceram (Götter, Gräber und Gelehrte) erhält von ihr schließlich die Erlaubnis zu einer anonymen Veröffentlichung. Die erste Auflage, 1954 in Englisch und 1959 in Deutsch erschienen, blieb jedoch weitgehend unbeachtet. Dann war das Buch bis 2003 verschollen, als es in der von Hans Magnus Enzensberger herausgegebenen „Anderen Bibliothek“ wieder aufgelegt und zu einem der größten deutschen Bucherfolge des Jahres 2003 wurde.
Da in zeitlicher Nähe zur Veröffentlichung andere Sachbücher als Fälschungen entlarvt wurden, ist auch die Authentizität dieses Buches bezweifelt worden. Im Zuge der erfolgreichen Verteidigung des Buches wurde die Identität der Autorin bekannt. Marta Hiller (1911 – 2001) hat in ihren Tagebüchern als Anonyma ihr Schicksal aufgeschrieben.


Freitag, 28. April 2006, 19.30 – 21.30 Uhr
Weiterbildungszentrum „Altes Helmholtz“,
Heinrich-Strangmeier-Saal
Eintritt 8,- € (Vorverkauf: Ticketzentrale)