„Eine von uns“ – Suzanne Bohn stellt George Sand vor
Ganz aktuell zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin
Am Mittwoch, 1. Dezember 2010 wird Suzanne Bohn um 19.30 Uhr die schillernde Französin George Sand vorstellen.
Obwohl aristokratischer Herkunft, wird Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil (1. Juli 1804 bis 8. Juni 1876) bei dem Kampf um die Demokratie in den ersten Reihen dabei sein und die Flagge der Gerechtigkeit, der Brüderlichkeit, vor allem der Freiheit kräftig mitschwenken. Es gelingt ihr unter dem männlichen Decknamen George Sand in die Geschichte als die Galionsfigur der weiblichen Emanzipation in Frankreich einzugehen. Und das sind nicht die einzigen Widersprüche in ihrer Biographie!
Heute verbindet man ihren Namen hauptsächlich mit ihren amourösen Eskapaden und dem Image der nimmer mehr satten Verführerin hochkarätiger zeitgenössischer Männer. Zu ihrem Freundeskreis gehörten wohl keine Frauen, aber dafür illustre Männer wie Balzac, Flaubert, Turgenjew, Heine, Delacroix, Liszt und Frédéric Chopin, mit dem sie übrigens neun Jahre lang zusammen lebte.
Berühmt-berüchtigt war sie, die geschiedene Mutter von zwei Kindern, weil sie das tat, was den Frauen heute so eigen wie selbstverständlich geworden ist: Sie war eine aktive Frau, berufstätig, allein erziehend und brauchte keinen Ernährer, weil sie sich und ihre Kinder von ihrer Feder ernähren konnte. Sie war politisch engagiert, stand einem großen Haushalt bevor, verwaltete ihr Gut und Erbe umsichtig, reiste viel und gern, sie rauchte, trug Hosen (was den Frauen strengstens untersagt war), hatte eine Menge Liebhaber: Kurzum eine selbständige, eine starke Frau!. Für die heutigen Begriffe, zugegeben. Damals aber galt ihr Lebensstil als skandalös!
Eine Vita voller Gegensätze, eine Frau, die wie kaum eine andere schon zu Lebzeiten polarisierte, die es aber verstand, ihr Leben mit Inhalten zu füllen und sich ihm bemerkenswert zu stellen.
Die Referentin Suzanne Bohn ist gebürtige Französin. Sie arbeitet als freie Journalistin und lite-rarische Übersetzerin. Seit über 20 Jahren ist sie spezialisiert auf das Portraitieren ihrer berühmten Landsleute und hat ein bundesdeutsches Stammpublikum, das von Jahr zu Jahr wächst. Sie wird unter Einbeziehen deren französischen soziokulturellen Kontext ein vitales, nuanciertes Portrait einer der interessantesten Frauen ihres Jahrhunderts nachzeichnen.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung von Stadtbücherei und Gleichstellungsstelle. Der Eintritt ist frei.
Ganz aktuell zum 200. Geburtstag von Frédéric Chopin
Am Mittwoch, 1. Dezember 2010 wird Suzanne Bohn um 19.30 Uhr die schillernde Französin George Sand vorstellen.
Obwohl aristokratischer Herkunft, wird Amantine Aurore Lucile Dupin de Francueil (1. Juli 1804 bis 8. Juni 1876) bei dem Kampf um die Demokratie in den ersten Reihen dabei sein und die Flagge der Gerechtigkeit, der Brüderlichkeit, vor allem der Freiheit kräftig mitschwenken. Es gelingt ihr unter dem männlichen Decknamen George Sand in die Geschichte als die Galionsfigur der weiblichen Emanzipation in Frankreich einzugehen. Und das sind nicht die einzigen Widersprüche in ihrer Biographie!
Heute verbindet man ihren Namen hauptsächlich mit ihren amourösen Eskapaden und dem Image der nimmer mehr satten Verführerin hochkarätiger zeitgenössischer Männer. Zu ihrem Freundeskreis gehörten wohl keine Frauen, aber dafür illustre Männer wie Balzac, Flaubert, Turgenjew, Heine, Delacroix, Liszt und Frédéric Chopin, mit dem sie übrigens neun Jahre lang zusammen lebte.
Berühmt-berüchtigt war sie, die geschiedene Mutter von zwei Kindern, weil sie das tat, was den Frauen heute so eigen wie selbstverständlich geworden ist: Sie war eine aktive Frau, berufstätig, allein erziehend und brauchte keinen Ernährer, weil sie sich und ihre Kinder von ihrer Feder ernähren konnte. Sie war politisch engagiert, stand einem großen Haushalt bevor, verwaltete ihr Gut und Erbe umsichtig, reiste viel und gern, sie rauchte, trug Hosen (was den Frauen strengstens untersagt war), hatte eine Menge Liebhaber: Kurzum eine selbständige, eine starke Frau!. Für die heutigen Begriffe, zugegeben. Damals aber galt ihr Lebensstil als skandalös!
Eine Vita voller Gegensätze, eine Frau, die wie kaum eine andere schon zu Lebzeiten polarisierte, die es aber verstand, ihr Leben mit Inhalten zu füllen und sich ihm bemerkenswert zu stellen.
Die Referentin Suzanne Bohn ist gebürtige Französin. Sie arbeitet als freie Journalistin und lite-rarische Übersetzerin. Seit über 20 Jahren ist sie spezialisiert auf das Portraitieren ihrer berühmten Landsleute und hat ein bundesdeutsches Stammpublikum, das von Jahr zu Jahr wächst. Sie wird unter Einbeziehen deren französischen soziokulturellen Kontext ein vitales, nuanciertes Portrait einer der interessantesten Frauen ihres Jahrhunderts nachzeichnen.
Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung von Stadtbücherei und Gleichstellungsstelle. Der Eintritt ist frei.