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Plakat_Ich-will-Freiheit-beim-Malen  „Ich will Freiheit beim Malen“
  Ausstellung in der Stadtbücherei Hilden vom 10. Dezember 2010 bis 4. Januar 2011 

In der Zeit vom 10. Dezember bis 4. Januar findet in der Stadtbücherei Hilden eine Kunstausstellung mit Werken von Eberhard Warns statt. 

Eberhard Warns war Pfarrer in Bethel und erkrankte nach einem Schlaganfall an vaskulärer Demenz. 2007 verstarb Herr Warns und hinterließ über 240 von ihm gemalte Bilder.

  Die Krankheit ereilte ihn nur wenige Jahre nach dem Beginn seines Ruhestandes. Plötzlich fehlten ihm die Worte; ein Riss entstand zwischen ihm und seiner Umwelt, aber auch in ihm. Doch es entwickelte sich auch Neues: Eberhard Warns fand in der Malerei eine andere Art der Kommunikation, einen Weg, seine Gedanken mitzuteilen. In diesem Sinne muss sein künstlerisches Schaffen als ein geistig seelischer Akt verstanden werden, mit dem ein Mensch sich mitteilt und sich damit wieder in ein Beziehungsgefüge zu seiner Mitwelt setzt: „In allen Bildern zeigt Eberhard Warns seine Empfindungen, seine Gefühle, seine Stimmungen, seine Ahnungen, vielleicht auch seine Erinnerungen und Sehnsüchte“ (Willi Kemper, Leiter der Künstlerwerkstatt Bethel über die Werke von Warns).
Else Warns
„Seine Bilder sind abstrakte Bilder in einer neuen Formensprache, die er erst nach seiner schweren Erkrankung entwickelt hat. Sie zeugen von Autonomie und Vitalität. Und ihre künstlerische Ausdrucksweise hat sich in der Zeit bis zu seinem 80. Geburtstag 2007 aufsteigend entwickelt. Es waren zwei einander entgegen gesetzte Verläufe, die Krankheit und das Malen. Er wurde mehr und mehr zum Pflegefall und gleichzeitig dazu entfaltete er seine Malerei immer weiter.“ (Else Nathalie Warns, aus: „Ich will Freiheit beim Malen“)

Die Ausstellung ist in der Zeit von 9.30 bis 19.00 (werktags) und 9.30 bis 15.00 Uhr (samstags) in der Stadtbücherei zu sehen.