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„Ohne Erinnerung fällt Schlaf in die Welt"
Literarisch-musikalische Begegnung mit Katharina Gun Oehlert und Karola Pasquay


In ihrer diesjährigen vom Kulturamt präsentierten Lesung zum Gedenken an jüdische Autorinnen und Autoren widmen sich Katharina Gun Oehlert und Karola Pasquay am Mittwoch, 28. November um 19.30 Uhr im Fassraum des Wilhelm-Fabry-Museums, Benrather Straße 32a, der Lyrikern Ilse Blumenthal-Weiß.
Katharina Gun Oehlert und Karola Pasquay
Ilse Blumenthal-Weiß, eine eher unbekannte jüdische Lyrikerin, geboren 1899 in Berlin, floh vor den Nazis nach Holland, wurde dort interniert und nach Theresienstadt verschleppt. Sie erlebte selbst die Befreiung, aber musste den Tod ihres Mannes und Sohnes verkraften. Im Jahr 1947 wanderte sie nach New York aus.

Für die meisten jüdischen Lyrikerinnen dieser Generation wurde die Erfahrung des Gerettetseins angesichts des Holocaust zum lebenslangen Trauma, das sie schreibend zu bewältigen suchten. Ilse Blumenthal-Weiß blieb und arbeitete in Amerika und schrieb in deutscher Sprache. Ihre Gedichte kreisen um Erinnerung, und Gedenken – ohne dass sie dies unbedingt immer angestrebt hat. In einem Interview sagte sie: „Ich möchte über die Sonne schreiben, aber die Nacht kommt heraus…“


Die beiden Künstlerinnen werden nach eigener Aussage eine Balance in der Auswahl der Gedichte herstellen zwischen tief Erschütterndem bis hin zu Visionen „zwischen Nacht und Morgen“. Ein Raum in Wort und Klang, gesprochen von Katharina Gun Oehlert, musikalisch realisiert von Karola Pasquay.

Eintrittskarten zum Preis von 13,50 Euro sind eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.