Ausstellung Pino Alessio – „Was bleibt, ist die Malerei“ – Dante, Dein Finger in meiner Seele“
Die Kooperation Kulturamt Hilden und Art and Projects International Dirk Geuer, Düsseldorf, hat so erfolgreiche Ausstellungen der Künstler Jörg Immendorff, Heinz Mack und Christo & Jeanne-Claude hervorgebracht und kündigt ein weiteres Highlight in Hilden mit der Ausstellung des Malers Pino Alessio an. In der Zeit vom 4. bis 25. September 2005 präsentiert der Künstler seine Werke im Kunstraum im Gewerbepark-Süd.
In einem frühen Statement zu seinen Bildern schreibt der Maler Pino Alessio: „Ich rate davon ab, das Werk verstehen zu wollen, da es nur empfunden werden kann.“ Ein selbstbewusster Satz, und noch nicht weniger richtig. Denn nicht das Ablesbare, Identifizierbare ist Gegenstand seiner Bilder, sondern das Fühlbare, die Atmosphäre, das Stimmungsvolle. Es sind die großen Themen und Entwürfe, die Ausdruck in seiner Malerei finden. Unter diesen Vorzeichen ist Alessios Begegnung mit Dante Alighieris „La Divina Commedia“ zu sehen, geht es ihm doch in keinem seiner Bilder um eine Illustration dieses poetischen Meisterwerkes. Weit entscheidender sind für den Maler die darin enthaltenen großen Ideen-Komplexe wie Liebe, Recht und Gerechtigkeit. Wie Vergil für Dante, könnte man sagen, ist Dante für Alessio ein Berater, ein Führer durch die Welt der Gefühle, der Mächte und der Existenz. So entstehe eine ganz eigene Welt. In gewaltigen Stürmen fegen Wellen der kräftigsten Farben darüber hinweg, zerspringen zu winzigen Details, kleinen Rinnsalen und Tropfen, um sich an anderer Stelle im Geviert aufs Neue zu versammeln um in reißenden Strömen Untiefen zu bilden, Raum und Zeit zu sein, Gefühl, Kraft und Idee.
Seine Malerei habe etwas sehr Intuitives bekennt Alessio. Sie entstehe unter dem Eindruck des „So-Machen-Müssens“, während des Malens lege sich ein Automatismus über den Vorgang, dessen Ergebnisse erst später einer strengen Beobachtung unterzogen werden. Ganze Fragmente eines Bildes wirken auf diese Art und Weise wie aus einem Fluss – und am Ende fügt sich alles zu einem Kosmos aus prächtigen, meisterlich gehandhabten Farben, wenigen aber wichtigen figürlichen Verweisen und großen Bewegungen. Serien und Suiten entstehen, die sich gleichen Themen widmen, es neu auf neu hinterfragen und ihm vielfache Antworten entlocken. Nicht von ungefähr lautet denn auch der Titel der Ausstellung in Hilden: „Was bleibt, ist die Malerei“ – „Dante, Dein Finger in meiner Seele“.
Pino Alessio wurde in Kalabrien/Italien geboren. Er ist Absolvent der Kunstakademie Düsseldorf und Meisterschüler von Michael Buthe. Seit 1985 beteiligte er sich an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen u. a. in Bonn, Athen, Frankfurt/Main, Corigliano / Italien, Köln, Paris und Düsseldorf.
Von 2000 – 2003 hat er sich aus dem internationalen Kunsthandel zurückgezogen und an einem sehr kraftvollen neuen Zyklus gearbeitet. Diese Arbeiten werden im nächsten Jahr im Rheinischen Landesmuseum in Bonn erstmals ausgestellt. Weitere Ausstellungen sind geplant im „State Russian Museum“ in St. Petersburg und im Museum für moderne Kunst, Tianjin, China, wo er auch eine Gastprofessur erhalten wird.
Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Hilden.