Ausstellung 2011 in der Galerie des Bürgerhauses in Hilden
Mit dem Titel der Ausstellung „ das bin ich, das kann ich, das wünsche ich mir „ möchten Kinder und Jugendliche aus den Hildener Wohngruppen der Graf Recke Erziehung & Bildung, auch in diesem Jahr den Hildener Bürgern und interessierten Menschen ihre Kunstwerke zeigen.
Mit Unterstützung des Behindertenbeirates der Stadt Hilden findet die Ausstellung seit 2005 statt und ist für die Jugendlichen mittlerweile ein nicht mehr weg zu denkendes Ereignis. Gerne übernahm Herr Horst Thiele ab 2009, mit seinem Amtsantritt als Bürgermeister der Stadt Hilden, die Schirmherrschaft der Ausstellung von seinem Amtsvorgänger Herrn Günter Scheib.
Die Ausstellung wird am Freitag den 4.11.2011 um 17 Uhr im Bürgerhaus von Bürgermeister Herrn Horst Thiele feierlich eröffnet, zu der Besucher herzlich eingeladen sind. Die Galerie im Bürgerhaus ist am Samstag den 5.11. und am 12.11. 2011 von 11- 15 Uhr und vom 9.11. bis zum 12.11. 2011 von 16 – 18 Uhr für Interessierte geöffnet. Die Werke der Kinder und Jugendlichen können käuflich erworben werden. Der Erlös fließt in die künstlerische Arbeit mit den jungen Menschen ein.
Die musikalische Untermalung der Vernissage wird von Kindern und Jugendlichen der Wohngruppen übernommen.
In diesem Jahr bildet die Auseinandersetzung mit der eigenen Person das Zentrum unserer Ausstellung.
Die Kinder und Jugendlichen setzen ihrer Wahrnehmungen und Vorstellungen zu diesem Thema in Bilder um. Die Besucher der Ausstellung dürfen teilhaben an dem Blick auf sich selbst und können auf diese Weise mit den jungen Menschen und deren Gefühlswelt in Kontakt treten.
Neben der Darstellung ihres Selbstbildes legen die Kinder und Jugendlichen ein besonderes Augenmerk auf ihre Ressourcen, Fähigkeiten und Potentialen und zeigen beispielhaft einen Teil dieser Fähigkeiten den Besuchern der Ausstellung.
Sich die Zeit zu nehmen, mit Pinsel oder Spachtel Farben auf Papier oder Leinwand zu bringen und sich mit dem Material aus einander zu setzen, ist eine besondere Ressource, die es den Jugendlichen ermöglicht, ihre motorischen, feinmotorischen und kreativen Fähigkeiten weiter zu entwickeln und sich mit ihrer Umwelt, ihren Erlebnissen, ihren Wünschen und Visionen aus einander zu setzen.
Der Blick auf ihre Fähigkeiten und Stärken soll die Kinder und Jugendlichen in ihrem Selbstwert stärken. Mögliche Defizite treten in den Hintergrund und das vorhandene Potential wird in Ausschnitten sichtbar gemacht. Die Jugendlichen können auf diese Weise sich und ihre Identität neu wahrnehmen. Die Ausstellung bietet für die jungen Menschen einen besonders wertschätzenden Rahmen, bei dem die Künstler und ihre gestalteten Werke Lob und Würdigung erfahren.
Während einige Werke für sich sprechen, machen Andere die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Fertigkeiten durch eine abstrakte Gestaltung deutlich. Dies bietet dem Betrachter eine weitere Möglichkeit, aus dieser abstrakten, nonverbalen Ebene heraus, mit den Jugendlichen auf einer sprachlichen Ebene in Interaktion zu treten.
Über die Auseinandersetzung mit den Zielen und Visionen der Jugendlichen drängt sich für die Besucher teilweise die Frage auf, in wie weit unterscheidet sich der in vielen Bereichen eingeschränkte junge Mensch von den sogenannten nichtbehinderten jungen Menschen.
Die Besucher der Vernissage können den Spaß und die Freude der Jugendlichen in direktem Kontakt mit erleben, so dass sich auch ihr Blickwinkel auf die in einer Einrichtung lebenden Bewohner erweitern kann.