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Im Zuge der einsetzenden Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl in Hilden im 19. Jahrhundert in fünfzig Jahren auf das Doppelte an. Dabei spielte die Itter zum Antrieb von Maschinen, zur Wassergewinnung und zum Abtransport von Abwasser eine wichtige Rolle. Schon bald stellten die Hildener Fabrikanten ihre Betriebe auf Dampfmaschinen um. Im Jahr 1860 waren in den Hildener Industriebetrieben bereits etwa 1.000 Arbeitnehmer beschäftigt.

So war es folgerichtig, dass der Gemeinderat die Stadtrechte anstrebte. 1859 wurde der Beschluss gefasst, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Der Bürgermeister Koennecke wurde beauftragt, eine Denkschrift zu verfassen, und diese bei der königlichen Regierung in Düsseldorf einzureichen.

Nach einem komplizierten Genehmigungsverfahren unterzeichnete König Wilhelm I. von Preußen am 18. November 1861 die Urkunde über die Verleihung der Rheinischen Städteordnung an die Gemeinde Hilden.