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Förderkreis KIPKEL e.V.
Präventionsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern

Wenn Eltern schwer erkranken, belastet dies ihre Kinder sehr.

Wenn Mutter oder Vater aber an einer psychischen Krankheit leiden, stellt das häufig das gesamte Familiensystem auf den Kopf.

Besonders Kinder können nicht verstehen, was mit ihren Eltern geschieht, warum sie sich plötzlich verändern oder manchmal „so komisch" reagieren. Häufig suchen gerade jüngere Kinder die Ursache für die Erkrankung von Mutter oder Vater bei sich selbst „... wenn ich nicht soviel Kummer gemacht hätte, ... wenn ich besser gehört hätte, ... wenn ich ein liebenswerteres Kind wäre ... wäre Mama oder Papa nicht so traurig, so ängstlich, so wütend, so komisch oder krank.".

Psychische Krankheit unterliegt auch heute noch einem starken gesellschaftlichen Tabu. Geheimhaltungsdruck und Sprachlosigkeit, die auch vor der Familie nicht halt machen.

Da wo Erklärungen fehlen, reagieren Kinder oft mit starken Ängsten, Unsicherheit, Schuld- und Schamgefühlen. Trotz dieser Belastungen wirken Kinder psychisch kranker Eltern oftmals besonders tüchtig, vernünftig und kompetent. Häufig übernehmen sie Elternfunktionen, um Mutter und/oder Vater zu entlasten. Ihre eigene innere Not und Überforderung bleibt oftmals völlig unbemerkt. Selten gibt es vertraute Personen, an die sich die Kinder wenden können. Viele Befürchtungen und Ängste der Kinder bleiben ungesagt, die meisten dringende Fragen unbeantwortet.

Was will KIPKEL erreichen?

  • Kindgemäße Aufklärung über die psychische Erkrankung des Elternteils
  • Unterstützung beim Aufbau eines hilfreichen sozialen Netzes für die Familie zur Überwindung ihrer Isolation
  • Hilfe in Krisensituationen
  • Stärkung der gesunden und kreativen Kräfte und Fähigkeiten der Familie
  • Eltern in ihrer Erziehungskompetenz stärken Kontaktaufnahme zu vertrauten Personen der Kinder
  • Sensibilisierung der Bevölkerung für die Not von Kindern mit psychisch kranken Eltern

Fragen die Kinder besonders stark beschäftigen:

  • Ist meine Mutter / mein Vater verrückt?
  • Was ist / heißt überhaupt verrückt?
  • Warum redet keiner mit mir über die Krankheit?
  • Habe ich etwas getan, dass meine Mutter / mein Vater
    ... krank geworden ist?
    ... in die Klinik muss?
  • Was kann ich tun, dass diese Krankheit nicht wiederkommt?
  • Werde ich sie auch bekommen?
  • Was soll ich meinen Freunden oder Kameraden sagen, wenn sie mich nach der Krankheit von Vater oder Mutter fragen ?

Hilfen, die sich Kinder wünschen:

  • Ich möchte,
    dass jemand mit mir redet, mich tröstet, Verständnis hat, wenn es bei uns zu Hause mal wieder drunter und drüber geht.
  • Ich möchte,
    dass es jemand außerhalb der Familie gibt, den ich besuchen kann.
  • Ich möchte,
    Kontakt zu anderen Kindern, die auch einen psychisch kranken Vater oder eine psychisch kranke Mutter haben.
  • Ich möchte,
    Fachleute, die wirklich etwas über die Krankheit wissen und mir meine Fragen beantworten können.

Wie arbeitet KIPKEL ...

mit den Kindern?

    • Herstellen des Kontaktes zu - und Austausch mit anderen Kindern
    • Ermutigung der Kinder, eigenen Gefühle zu erleben und auszudrücken
    • Schaffen von (Selbst-)Vertrauen und Sicherheit
    • Entlastung der Kinder von ihrer Elternfunktion

Wie arbeitet KIPKEL ...

mit den Eltern?

    • Enttabuisierung des Themas und Abbau von Schamgefühlen
    • Öffnung der Familie nach außen
    • Stärkung der Erziehungskompetenz
    • Vermittlung von Therapien

Methodischer Ablauf bei KIPKEL:

  • Erstgespräch mit der Familie
    ... beim Allgemeinen Sozialen Dienst der Stadt
    ... in der Praxis für Kunst- und Kindertherapie in Haan
    ... beim Sozialpsychiatrischen Dienst
    ... beim Hausbesuch
    ... in der Sprechstunde (donnerstags) in der Rheinischen Landesklinik Langenfeld
  • Diagnostischer Kontakt für das Kind / den Jugendlichen
  • Einzelbetreuung für das Kind / den Jugendlichen
  • Begleitende Elterngespräche
  • Familiengespräche
  • Einbeziehung wichtiger stützender Bezugspersonen im Rahmen der Netzwerkarbeit
  • Prozessbegleitende Zusammenarbeit mit den behandelnden Fachärzten, dem Sozialpsychiatrischen Dienst oder der Ambulanz der Rheinischen Landesklinik Langenfeld
  • Regelmäßige offene Sprechstunde für die Kinder in der Jugendfreizeiteinrichtung „Am Weidenweg" in Hilden
  • Themenzentrierte Gruppen-Angebote für die Kinder
  • Themenzentrierte Gruppen-Angebote für die Eltern

An wen können sich die Eltern / die Kinder wenden?

... an das Amt für Jugend, Schule und Sport
... an den sozialpsychiatrischen Dienst
... an die psychologische Betratungsstelle
... an die Praxis für Kunst- und Kindertherapie
... an den Kinderarzt
... an den Beratungslehrer der Schule


Ansprechpartner:  

Präventionsprojekt KIPKEL
Walderstraße 5-7
42781 Haan
Karte anzeigen

Telefon: 02129 / 34 69 72
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Weitere Informationen finden Sie ebenfalls unter www.kipkel.de [externer Link]. 
  

  

Projekt Palme

Das Projekt Palme ist ein spezielles Angebot für allein Erziehende aus Hilden.

Das Projekt wurde unter Leitung von Prof. Dr. Franz von der Heinrich-Heine-Unversität Düsseldorf entwickelt und wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter über 100 Anträgen als förderungswürdiges Projekt ausgewählt.

Der Begriff Palme steht für Präventionsgruppe für allein erziehende Mütter geleitet von Erzieherinnen. Zielsetzung des Projektes ist es, die Erziehungs- und Bindungskompetenz der allein Erziehenden zu stärken, um sie in die Lage zu versetzen, noch besser ihre Kinder im Alltag zu erziehen und zu begleiten.

Die allein Erziehenden werden in Gruppen von 10 Müttern von zwei pädagogischen Fachkräften im Rahmen eines strukturierten Programms geschult. Das Programm umfasst vier Module zu den Themenbereichen:

  • Selbstwahrnehmung,
  • Einfühlen in das Erleben des Kindes, 
  • Wahrnehmen der Gesamtsituatiom in der Familie und Suchen und
  • Finden von Lösungen im Alltag.

Das Programm umfasst 20 Gruppensitzungen, die im wöchentlichen Abstand stattfinden. Geleitet werden die Gruppen von pädagogischen Fachkräften aus Kindertagesstätten und anderen pädagogischen Einrichtungen in Hilden. Die Schulung und Supervision der Fachkräfte erfolgt über die Heinrich-Heine-Universität. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Die Teilnahme an den Gruppen ist für die Mütter kostenlos. Für die Zeit der Gruppentreffen wird eine Kinderbetreuung organisiert. Die ersten beiden Gruppen werden im Sommer 2006 starten, zwei weitere Gruppen finden 2007 statt. Teilnehmen können allein erziehende Mütter, die Kinder im Kindergartenalter haben. 
  


Bei Interesse können Sie sich an eine Kindertagesstätte in Hilden oder direkt an Palme wenden:
 
Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinisches Institut für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Gebäude 15.16
Moorenstraße 5
40001 Düsseldorf
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Telefon: 0211 / 8 11 62 11
Fax: 0211 / 8 11 62 50
palme@uni-duesseldorf.de
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Das Internationale Müttercafe in Hilden
- ein Kooperationsprojekt des DRK-Familienbildungswerkes, der Stadt Hilden und der Grundschule Am Elbsee -

Das DRK-Familienbildungswerk Hilden bietet seit November 1997 in Kooperation mit dem Amt für Jugend, Schule und Sport der Stadt Hilden und der Grundschule Am Elbsee das Internationale Müttercafé an. Das Müttercafé wurde gemeinsam als wohnortnaher, stadtteilbezogener offener Treff für Frauen und Mütter konzipiert, der vor allem islamische Frauen erreichen soll.

Das Internationale Müttercafé verfolgt mehrere Ziele: 

  • Müttern einen Treffpunkt bieten, unabhängig vom Alter, sozialer Situation und Nationalität. 
  • Verhinderung sozialer Isolation von Frauen mit Kindern, vor allem allein Erziehender 
  • Interkulturelle Verständigung und Austausch 
  • Stärkung von Selbsthilfepotentialen, gegenseitige Entlastung und Hilfe
  • Abbau von Schwellenängsten gegenüber Ämtern und Beratungsstellen

Das Müttercafe findet jeden Dienstag von 9.00-11.15 Uhr (außer in den Schulferien) in den Räumen der Grundschule Am Elbsee statt. Der Besuch ist kostenfrei. Parallel dazu wird eine Kinderbetreuung unter fachkundiger Leitung angeboten.

Die Frauen unterstützen sich gegenseitig in Fragen der Erziehung und erhalten kompetente Erziehungsberatung (Trotzphase, Sprachprobleme, Konzentrationsprobleme bei Kindern, Einschulung usw.) Neben dieser beratenden und unterstützenden Funktion zu unterschiedlichsten Fragen des Frau- bzw. Mutterseins im Einzel- oder Gruppengespräch werden die Frauen auch bei der Regelung von Behördenangelegenheiten unterstützt.

Durch das Internationale Müttercafé gelingt es über Jahre hinweg, ein Kontakt- und Nachbarschaftssystem aufzubauen, das die Frauen unterschiedlichster Nationalitäten (marokkanisch, türkisch, deutsch, polnisch etc.) in ihrem Alltag unterstützt. Durch den Besuch des begleitend installierten Deutschkurses und den regelmäßigen Besuch des Müttercafés werden die Sprachkompetenzen der Mütter nachhaltig gestärkt.

Das Internationale Müttercafé ist ein besonders positives Beispiel dafür, wie interkulturelles Leben im Stadtteil gefördert, gepflegt und ständig weiter entwickelt wird, wenn Kooperationspartner vernetzt arbeiten und trotzdem„an einem Strang“ ziehen. 


Kontakt für weitere Informationen:

Cornelia Halfter
Benrather Straße 49a
40721 Hilden
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Telefon: 02103 / 5 56 28
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Amt für Jugend, Schule und Sport
SB Soziale Dienste: ASD Hilden Nord-West-Mitte (40721)


Telefon: 02103 / 72-524
barbara.arndt-brakemeier@hilden.de
Raum: U17
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