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Anstoß Motive 44„Hildegard von Bingen – (Kirchen)Lehrerin für Menschen von heute“

Im Rahmen der Vortragsreihe Anstoß, einer Initiative der Katholischen Kirche Hilden in Kooperation mit der Stadtbücherei und der VHS Hilden-Haan, hält Jutta Prinz am Freitag, 26. April, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, einen Vortrag zum Thema „Hildegard von Bingen – (Kirchen)Lehrerin für Menschen von heute“. Seit Oktober 2012 gehört Hildegard von Bingen dem wohl exklusivsten Kreis der katholischen Kirche an: Papst Benedikt XIV. hat die Äbtissin vom Rhein zur Kirchenlehrerin erhoben.

Die Heilige Hildegard war eine Universalgelehrte des Hochmittelalters: Sie verfasste naturkundliche Schriften ebenso wie (in der Hauptsache) theologische Werke. Darüber hinaus komponierte sie zahlreiche liturgische Gesänge und stand mit den wichtigsten Persönlichkeiten ihrer Zeit in Korrespondenz. Für ihr Schriftwerk berief sie sich stets auf Visionen, was ahnen lässt, wie ein derart dichtes, kosmologisches Opus entstehen konnte. Als Ratgeberin für Ernährung und Medizin ist die Heilige Hildegard seit geraumer Zeit wiederentdeckt worden. Nun, mit der Erhebung zur Kirchenlehrerin, besteht die Hoffnung, dass auch die theologischen und philosophischen Werke der Mystikerin für immer weitere Kreise von Interessenten zugänglich werden.. Für Hildegard von Bingen waren Einsichten in die irdischen Dinge von Erkenntnissen über die himmlischen Verhältnisse nicht zu trennen. Es gab für sie keine Heilung des Leibes ohne das Zutun Gottes, und umgekehrt lehnte die Äbtissin eine leibfeindliche Theologie mit deutlichen Worten ab. Der Vortrag geht daher folgenden Fragen nach: Was sind die zentralen Aussagen der hildegardischen Schriften? Welches Bild von Gott und dem Menschen enthält ihr Werk? Was können wir „Menschen von heute“ von dieser großartigen Frau lernen?

Die Referentin Jutta Prinz ist Lehrerin für Deutsch und Philosophie am Gymnasium in Königswinter. Ihre Begeisterung für Hildegard von Bingen begann Anfang der 1980er Jahre, als sie im Germanistikstudium in Bonn ein Seminar über „mittelalterliche Frauenmystik“ besuchte. Erst vor 10 Jahren entdeckte die Referentin, dass Hildegard von Bingen auch eine Heilkunde hinterlassen hat. Daraufhin machte sie zusätzlich eine Ausbildung zur Heilpraktikerin, um heute mit genau diesen Naturheilverfahren nebenberuflich arbeiten zu können. Im Anschluss an den Vortrag sind die Zuhörer herzlich zum offenen Gespräch eingeladen.

Freitag, 26. April 2013, 19.30 Uhr
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.