„Menschen brauchen Visionen – Visionen brauchen Menschen“ Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe „Anstoß“ findet am Freitag, 19. November 2010 in der Stadtbücherei Hilden statt. Ab 19.30 Uhr wird Josef Hülkenberg das Thema „Menschen brauchen Visionen – Visionen brauchen Menschen“ vorstellen. „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, maulte Helmut Schmidt als Bundeskanzler. Ihn prägte die schlimme Erfahrung der Vision eines 1.000 jährigen Reiches. „Ohne Visionen verwildert das Volk“, wusste schon das Alte Testament, warnte aber auch vor den schrecklichen Konsequenzen falscher Visionen. Lebensorientierung über den Tag hinaus, Perspektiven für ein lebensförderndes Miteinander, sinnvolle und werthafte Gründe für ein gesellschaftliches Engagement – solche Visionen braucht jede Gesellschaft zu ihrer humanen Entwicklung. Doch Visionen wirken nicht aus sich selbst heraus. Nötig sind Menschen, die die Perspektiven entfalten, sie auf den konkreten Lebensvollzug anwenden und so das gesellschaftliche Miteinander prägen. So handelnde Menschen leben überall im Land, sie sind der Sauerteig der Gesellschaft. Und doch bilden sie ein Paradox: Sie machen zwar die Folgen politischer und wirtschaftlicher Entwicklungen erträglich, gestalten sie aber nicht. Noch ist das bürgerliche Engagement von über 23 Millionen Bundesbürgern mehr ein Schutzfilter gegen politische „Reformen“ als eine politisch soziale Gestaltungskraft. Josef Hülkenberg, Dipl. Sozialpädagoge, Jahrgang 1951, geht einen ungewöhnlichen Weg, Menschen zu ihren Visionen, gesellschaftlichen Vorstellungen oder Lösungen zu befragen und zu ermuntern. Sein Haus in Köln hat er verkauft, den Hausrat verschenkt. In Deutschland, der Schweiz und Österreich, unterwegs mit der „denk!BAR“, hält er Seminare und Vorträge, moderiert Tagungen, besucht regionale Projekte und führt Gespräche mit den Bürgern vor Ort. Auf „Demokratie Pilgerwegen“ zieht er durchs Land, lädt ein zum sozial-ethischen Dialog und setzt unauffällig Impulse für demokratische Reflexionen und Weiterentwicklungen. Als Mitbegründer der Initiative „Regionaler Aufbruch“ unterstützt er Menschen und Projekte, die die sozial verantwortete Selbstverfügung im eigenen Lebensraum stärken. Im Anschluss an den Vortrag sind die Zuhörer herzlich zum offenen Gespräch eingeladen. Es handelt sich um eine Kooperation der Katholischen Kirche Hilden in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei und der Volkshochschule Hilden-Haan. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. |
| 18.11.2010 |