Ausstellung „Gegen die Mauer des Schweigens“ thematisiert die Todesursache Suizid
Jedes Jahr nehmen sich in Deutschland nach den offiziellen Statistiken ungefähr 10.000 Menschen das Leben. Im Jahr 2007 waren es 7009 Männer und 2393 Frauen. Diese Zahlen sind deutlich höher als die der Verkehrstoten (2007: 5011). In Deutschland stirbt daher jeder 87. Mann und jede 243. Frau durch Suizid. „Gegen die Mauer des Schweigens“ lautet der Titel einer Ausstellung, die am Donnerstag, 25. Oktober um 19.30 Uhr durch Bürgermeister Horst Thiele in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, eröffnet wird. Leihgeber der Ausstellung ist AGUS, „Angehörige um Suizid“. Die Ausstellung hat zum Ziel, über die Todesursache Suizid und die besonderen Erschwernisse für die Hinterbliebenen zu informieren. Auf 24 großflächigen Tafeln können sich Interessierte über das Ausmaß dieser Todesart, über die Hintergründe und Erklärungsmodelle informieren. Die Trauer nach einem Suizid, die quälenden Fragen nach Schuld und Versäumnissen, die Auswirkungen auf das Leben der Hinterbliebenen, aber auch verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten werden dargestellt. Die Ausstellung ist vom 24. Oktober bis 16. November 2012 zu den Öffnungszeiten der Stadtbücherei zu besichtigen: dienstags und mittwochs 9.30 – 19.00 Uhr, donnerstags und freitags 13.00 – 19.00 Uhr, samstags 9.30 – 14.00 Uhr. Mitarbeiterinnen der „Lebenslinien – Krisenbewältigung im Alter“ sind an folgenden Tagen anwesend und eröffnen die Möglichkeit zum Gespräch: dienstags 9.30 – 12.30 Uhr und donnerstags 15.00 – 18.00 Uhr. Zur Ausstellungseröffnung mit musikalischem Rahmenprogramm und kleinen Umtrunk werden auch Petra Kellermann, Initative Tabu Suizid e.V. und Pfarrer Joachim Rönsch sprechen. Es handelt sich um eine Kooperation in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Hilden im Rahmen des Projektes „Lebenslinien“. Der Eintritt zur Ausstellung und Eröffnung ist frei.