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Hörbilder     Hörbilder
Hörbilder – eine künstlerische Symbiose
Fotografie, Literatur, Musik
Ausstellung im Rahmen der Biennale Neanderland

Hörbilder – eine neue Kunstform? Vielleicht. Die Stadtbücherei Hilden zeigt im Rahmen der diesjährigen Neanderland-Biennale vom 4. Mai an unter dem Titel „Hörbilder“ eine Ausstellung großformatiger Arbeiten der Fotokünstlerin Marion Reckow-Memmert, die in szenischen Zusammenhängen stehen mit wahlverwandter Literatur: Gedichte, Prosa, Dialoge. Was ist damit gemeint? Ein Beispiel: Heinrich Heines Gedicht „Die schlesischen Weber“ findet zu neuer künstlerischer Ordnung im Zusammenspiel mit der Foto-Impression „Blaumänner“, die im Industriemuseum Solingen entstanden ist. Oder: Die Arbeit „Schneebuddha“, ein skurril anmutendes Figurenporträt, wird im Zusammenspiel mit Christian Morgensterns Sprachulk „Wir sind zu sehr geneigt, uns zu verzwieseln“ präsentiert. Zur Ausstellungseröffnung gehen die Besucher – wie beim Museumsrundgang – durch die Hörbildergalerie, und drei Theaterleute, das Schauspielerehepaar Hanna Seiffert und Dieter Prochnow und der Autor Peter Welk, werden den Bilderrundgang in eine fortlaufende Live-Geschichte einbinden. Eine Geschichte, die, von Oskar Wildes Kunstmärchen inspiriert, Peter Welk für die Hörbilderausstellung geschrieben hat. Zu den 13 gezeigten Fotoarbeiten kommen Heine und Tucholsky zu Wort, Morgenstern und Ringelnatz, Eichendorff, Mörike und der Dadaist Hugo Ball, um nur einige zu nennen. An den Tagen nach der Live-Präsentation (bis Pfingstmontag) können Besucher die Hörbilder-Geschichte über mp3-Player in der Bildergalerie der Stadtbücherei abrufen. Jede der 13 Geschichten wird auch einzeln als Hörbild im Format 20x30 cm vorliegen: aufwändig gestaltet mit Bild und CD und angeboten zum Preis von 20 Euro. –
Ausstellung „Hörbilder“, 4. bis 28. Mai, Stadtbücherei Hilden, Nove-Mesto-Platz 3