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„Offener Appell an Graffitisprayer“
Rudolf Němeček stellt in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus aus

Im Rahmen der Städtepartnerschaft und des kulturellen Austausches zwischen Hilden und Nové Město, Tschechien, zeigt das Kulturamt Hilden vom 4. bis 27. Oktober eine Ausstellung mit Arbeiten des Fotokünstlers Rudolf Němeček in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus, Mittelstraße 40.

Der 1949 in Nové Město nad Metují geborene Künstler hat sich für seine Ausstellung mit „Graffiti“ beschäftigt und beschreibt sein Verhältnis zu diesem Thema folgendermaßen: „Ich spaziere durch unsere Hauptstadt, andere Städte oder Dörfer und von Mauern, Brücken, Verkersmitteln, Säulen, historischen Denkmälern oder Statuen stürmen aggressive Graffiti auf mich ein. Ich nehme sie wahr, sie sind unübersehbar und überlege, wo die Grenze zwischen Kunst und Vandalismus liegt. Jeder Künstler, ob er komponiert, fotografiert oder malt, muss immer seine eigene Materie haben, auf die er seine Vision überträgt. Diese Materie haben die Graffitisprayer nicht. Ganz schamlos verunstalten sie unseren Lebensraum. Ich frage, mit welchem Recht eignen sie sich das Eigentum anderer an und fordere sie auf `kriecht aus euren Löchern, seid nicht anonym und tretet in einem Dialog über das Schaffen.´“

Rudolf Němeček war bereits an Gruppenausstellungen in Tschechien, Polen und Deutschland beteiligt und stellte im vergangenen Jahr bereits zusammen mit Ladislav Hartman in Hilden aus. In Zusammenarbeit mit polnischen Kollegen nahm er an internationalen fotografischen Projekten teil, die bereits in Ungarn, Rumänien, Frankreich, Deutschland und Mexiko präsentiert wurden.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, 4. Oktober um 18.30 Uhr in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus eröffnet und wird bis zum 27. Oktober zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet sein: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr, Donnerstag von 16 bis 19 Uhr und Samstag von 11 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.