Im Rahmen der Konzertreihe „Kunst um œ 7“ die in 2009 unter dem Titel "Händel und seine Zeitgenossen" steht, spielt das Ensemble Concert Royal am 21. 01. 2009 um 18.30 Uhr Werke von Georg Friedrich Händel, Johann Sigismund Weiss und Johann Sebastian Bach in der Reformationskirche, Alter Markt, Hilden.
Die Aufführung von Bläsermusik des 18. Jahrhunderts mit dem originalen Instrumentarium der jeweiligen Epochen und Länder ist das Hauptanliegen des von der Oboistin Karla Schröter 1987 gegründeten Ensembles CONCERT ROYAL, Köln. Hierbei bemüht sich CONCERT ROYAL, Handschriften oder Erstdrucke "neuer Werke", die seit dem 18. Jahrhundert nicht mehr zur Aufführung gekommen sind, in Archiven und Bibliotheken ausfindig zu machen, um sie wieder zum Erklingen zu bringen. Das Ensemble tritt in variablen Besetzungen vom Duo bis zur vollen Orchesterstärke auf.
Die Werke Georg Friedrich Händels erklingen anlässlich seines 250. Todesjahres 2009. Es gibt einen „neuen“ noch unbekannten Komponisten zu entdecken, Johann Sigismund Weiss, geboren 1690 in Breslau als Sohn eines Lautenisten und jüngerer Bruder des bekannteren Silvius Leopold Weiss. Er wirkte in der Düsseldorfer Hofkapelle und danach bis zu seinem Tode 1737 in Mannheim. In der berühmten Brüsseler Handschrift Litt. XY.15.115 der Bibliothèque du Conservatoire sind zahlreiche Flöten und auch Oboesonaten von ihm erhalten, von denen zwei von ihm und eine von Georg Friedrich Händel erklingen werden.
Die Ausführenden des Ensembles sind: Karla Schröter, Barockoboe und Harald Hoeren, Cembalo.
Karla Schröter studierte zunächst Orgel und Cembalo in Freiburg, Stuttgart und Amsterdam (Ton Koopman), bevor sie eine intensive Ausbildung auf historischen Oboen-Instrumenten begann. Ihre umfangreiche kammermusikalische Erfahrung beruht auf langjähriger Praxis auf diesem Gebiet in unterschiedlichsten Besetzungen und Formationen. Durch ihre Forschungstätigkeit in Bibliotheken im In- und Ausland können die Programme von „CONCERT ROYAL“ Köln mit immer wieder neuen, noch unbekannten Glanzlichtern im Bereich der Kammermusik aber auch des Oratoriums und der Oper aufwarten.
Harald Hoeren begann seine musikalische Laufbahn bei der „Camerata Köln“. Als Cembalist und Fortepianospieler hat er sich in über 50 CD-Einspielungen mit Musik vom Frühbarock bis hin zur Wiener Klassik profiliert. Neben seinen solistischen Auftritten, u.a. im Rheingau-Musikfestival, widmet er sich im „Trio 1790“ dem kammermusikalischen Repertoire von der Frühklassik bis zur Frühromantik. Seit vielen Jahren besteht eine lebendige Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Kölner Kammerorchester, in denen er als Solist und Ensemblespieler bei vielen Konzerten mitgewirkt hat. 1983 und 1990 war er Gastprofessor an der „University of the Philippines" in Manila und seit 1984 leitet er eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, wo er 1999 zum Professor ernannt wurde.
Eintrittskarten zum Preis von 7 € sind bei der Ticket-Zentrale Hilden in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, sowie œ Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse erhältlich.
Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Hilden.