Sommerferienaktion der Wilhelm-Busch-Schule - 16. bis 27. Juli 2018
Das Indianerland im Hildener Süden wurde zwei Wochen lang von rund 130 Kindern (in sechs Indianer-Stämmen eingeteilt) belebt
und das berichten die örtlichen Zeitungen:
RHEINISCHE POST Hilden am 1.8.2018:
Indianerstämme üben Regentänze
„Der Sonnenstein vom Wilden Busch“ war der Titel der Aufführung.
Foto: Köhlen, Stephan (teph)
Hilden. Beim Ferienprogramm der Wilhelm-Busch-Schule machen nicht nur Lehrer mit, sondern auch der Schuldezernent.
Die Hitzewelle kennt kein Ende. In der Wilhelm-Busch-Schule greift man auf archaisch anmutende Maßnahmen zurück: Regentänze. 130 Schüler haben sich an diesem Ferientag als Indianer verkleidet, und der Schulhof in Hilden-Süd hat sich in eine wilde Prärie verwandelt.
Die Indianer teilen sich in sechs Stämme auf, doch wenn sie erstmal dem Rhythmus der Trommeln und Rasseln verfallen sind, tanzen sie als geeinte Menge um das ersehnte Nass. Auch Tina Ritterbecks, Schulleiterin der Wilhelm-Busch-Schule, ist kostümiert. Sie trägt Federschmuck in den Haaren und hämmert auf eine Trommel. „Heute ist wohl der heftigste Sommertag von allen“, hebt Ritterbecks hervor. Doch voller Tatendrang findet hier eine Aufführung unter freiem Himmel statt. Sie trägt den Namen „Der Sonnenstein vom Wilden Busch“.
Der titelgebende Stein verleiht den Indianerstämmen ihre spirituellen Kräfte. Tina Ritterbecks spielt die Hüterin des Sonnensteins: „Meine Rolle besteht darin, die Kräfte des magischen Steins nutzbar zu machen. Ich verkörpere die gute Seele aller Indianerstämme“, erklärt sie. Zwei Wochen lang haben die 130 Kinder der Wilhelm-Busch-Schule an einem bunten Ferienprogramm mitgewirkt.
Letztes Jahr gab es ein Märchen-Thema, davor eines mit Wikingern, für nächstes Jahr ist Ägypten mit Kleopatra und Pharaonen angedacht. Ahnt das fünfköpfige Orga-Team hinter dem Ferienprogramm etwa eine nächste Hitzewelle? Möchte man passenderweise das Geschehen in die Wüste verlagern?
Stadthistoriker Thomas Bernhardt gehört zum Orga-Team und nimmt auch an der Aufführung rund um den Sonnenstein teil. Er trägt eine Kluft mit langen Ärmeln und langen Hosenbeinen, dazu eine Mütze auf dem Kopf. Alles aus Polyester. „Für die Kinder halten wir die Hitze sogar in diesen Klamotten aus“, gesteht er. Thomas Bernhardt spielt im Stück einen Weißen, dessen Tochter sich mit dem Häuptlingssohn vermählen möchte. Alexandra Wortmann, Erzieherin und OGS-Leiterin an der Wilhelm-Busch-Schule, übernimmt den Part der Tochter und ist für ihre Rolle in ein üppiges blaues Kleid geschlüpft. Die Hitze macht ihr wenig aus. „Die Freude an dem schönen Kleid lenkt mich von der Wärme ab“, schwärmt sie.
In der Aufführung „Der Sonnenstein vom wilden Busch“ geht es heiß her: Es gibt Überfälle, Liebesszenen und Regentänze. Und der zentrale Konflikt lautet: Der Sonnenstein wird gestohlen. Alles gerät aus den Fugen. Erst wenn die in Blau gehüllte Alexandra Wortmann den Häuptlingssohn offiziell lieben darf, wird der Sonnenstein wieder auftauchen und von Schamanin Tina Ritterbecks in Gewahrsam genommen. Die Suche nach dem magischen Objekt profitierte auch durch die Mithilfe eines gewissen Generals.
Diese Nebenrolle hat der Hildener Schuldezernent Sönke Eichner bekleidet. „Ich freue mich auf meinen Part“, sagt er kurz vor Beginn der Vorführung. Beim letztjährigen Märchen-Thema hatte Eichner die Rolle des Königs inne. Und er erinnert sich: „Es hatte geregnet ohne Ende. Heute haben wir das genaue Gegenteil.“ Stellt denn die Kostümierung in der prallen Sonne für den Schuldezernenten eine Herausforderung dar? „An einem Freitagnachmittag weniger“, scherzt er, „da ich hoffentlich gleich nach der Aufführung mein Kostüm abstreifen werde und unter die Dusche springen kann.“ Der wilde Busch und die Wilhelm-Busch-Schule – ein wohlüberlegtes Detail, wie Thomas Bernhardt zugibt: „So hat alles einen örtlichen Bezug. Das finden die Kinder und ihre Eltern ausgesprochen gelungen.“
WOCHEN-ANZEIGER Hilden am 8.8.2018:
WOCHEN-ANZEIGER Hilden am 25.7.2018: