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Die Stadt Hilden beabsichtigt eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um die Attraktivität ihrer Innenstadt nachhaltig zu erhalten und ersten Tendenzen zur Abwärtsentwicklung entgegen zu treten. Aus den Diskussionsprozessen in den letzten Jahren liegen viele Ideen, Vorschläge und Konzepte vor, die jedoch noch systematisch aufbereitet, zusammenfassend diskutiert und aufeinander abgestimmt sowie priorisiert werden müssen.
Gleichzeitig möchte sich die Stadt Hilden um Städtebauförderungsmittel bemühen, um die festzulegenden Maßnahmen auch tatsächlich umsetzen zu können. 

Deshalb hat der Rat am 12.12.2012 beschlossen, ein "Integriertes Handlungskonzept für die Innenstadt Hildens" (IHK) zu erstellen. Hiermit wurde die Arbeitsgemeinschaft der Büros Stadt- und Regionalplanung Dr. Jansen aus Köln sowie BüroStadtVerkehr aus Hilden mit dieser Arbeit beauftragt.

Ein wesentlicher Teil der Arbeit am „IHK“ liegt in der Beteiligung der Öffentlichkeit. Deshalb hat die Stadt Hilden zu Stadtkonferenzen eingeladen, damit sich jede/jeder Interessierte in den Diskussionsprozess einbringen kann.
Mit Auswertung der Ergebnisse der 1. Stadtkonferenz am 21.02.2013 wurde die Analysephase abgeschlossen. Auf Grundlage der bei dieser Veranstaltung diskutierten Anregungen sowie vieler Interviews mit „Akteuren“ (z.B. Einzelhändlern, Grundstückseigentümern, Interessenvertretern, …) und den vorliegenden Konzepten hat die beauftragte Arbeitsgemeinschaft Handlungsfelder identifiziert und Maßnahmen entwickelt, um die Attraktivität der Innenstadt nachhaltig zu erhalten und ersten Tendenzen zur Abwärtsentwicklung entgegen zu treten.
In der 2. Stadtkonferenz am 11.04.2013 wurden 16 Maßnahmenvorschläge erörtert:

  1. Verbindung vom Bahnhof Hilden über die Poststraße zum Fritz-Gressard-Platz
  2. Neugestaltung des Übergangs Fußgängerzone und Fritz-Gressard-Platz und Gestaltung der Benrather Straße
  3. Relaunch des Stadtparks und des Fritz-Gressard-Platzes
  4. Neugestaltung des Schwanenplatzes zum »Platz der Sinne«
  5. Einrichten von Spielstationen in der Fußgängerzone
  6. Relaunch des Warrington-Platzes
  7. Umgestaltung des Kreuzungsbereichs Robert-Gies-Straße / Schulstraße
  8. Installation von Lichtbrücken von der Mittelstraße in die Seitenbereiche
  9. Illumination der Itterbrücken
  10. Neugestaltung des Bereichs An der Gabelung - Übergang in die Mittelstraße / Neugestaltung des Platzes vor St. Jacobus
  11. Projektmanagement
  12. Initiierung von Immobilien- und Standortgemeinschaften
  13. Hof- und Fassadenprogramm
  14. Verfügungsfonds
  15. Installation eines Informations- und Wegeleitsystems
  16. Ausweitung der Sondernutzungssatzung und der Gestaltungssatzung für Werbeanlagen

Die Vorschläge befassen sich unter anderem mit baulichen Maßnahmen (z.B. mit einer Querung der Benrather Straße im Bereich der Poststraße, um den Fuß- und Radweg vom Bahnhof über den Fritz-Gressard-Platz in die Fußgängerzone attraktiver zu gestalten, verbunden mit der Neugestaltung der Querung / Verbindung Fußgängerzone und Stadtpark), mit rechtlichen Gestaltungsvorgaben bei Nutzungen der Verkehrsfläche in der Fußgängerzone, mit der Aktivierung von privaten Maßnahmen (z.B. Gründung von Immobilien- und Standortgemeinschaften für das Steinhäuser Zentrum oder das Rathaus Center) und vieles mehr.

Die Präsentation zur 2. Stadtkonferenz mit der Zusammenfassung der bisherigen Diskussionsergebnisse und Erläuterung der Maßnahmenvorschläge können Sie unter diesem Link einsehen. [Bitte auf den Text klicken] 

Die Ergebnisse der 2. Stadtkonferenz werden in die weitere Bearbeitung des „IHK“ aufgenommen und auch bereits in der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am 24.04.2013 diskutiert. (Zur entsprechenden Sitzungsvorlage im Ratsinformationssystem, bitte auf diesen Text klicken.)
In einer 3. Stadtkonferenz (voraussichtlich am 23. Mai 2013) soll der abschließende Entwurf des Integrierten Handlungskonzeptes der Öffentlichkeit insgesamt vorgestellt werden, bevor dann die abschließende politische Beratung und Beschlussfassung erst im Stadtentwicklungsausschuss (12.06.2013) und anschließend im Rat (10.07.2013) erfolgen wird.

Um die festzulegenden Maßnahmen auch tatsächlich umsetzen zu können, bemüht sich die Stadt Hilden beim Land NRW um Zuschüsse aus dem Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Das Integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt Hilden muss deshalb Ende Juni 2013 der Bezirksregierung Düsseldorf in einem Förderantrag vorgelegt werden.
Bei einer positiven Förderzusage der Bezirksregierung sollen erste Maßnahmen aus dem Konzept bereits im Jahr 2014 umgesetzt werden.

15.04.2013