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Die Anfänge des Klosters Heinrichau gehen auf eine Bitte der Bischöfe von Breslau, Leubus und Posen zurück, die Herzog Heinrich I. von Schlesien ersuchten, seinem Kanzler die Gründung eines Zisterzienserklosters zu gestatten. Dieser Bitte kam Heinrich im Jahr 1222 nach; die nach Heinrich und seinem gleichnamigen Sohn benannte Abtei konnte 1227 mit einem Gründungskonvent aus Leubus besetzt werden. Heinrichau ist also das zweite Kloster der Zisterzienser in Schlesien. Doch schon 1241 setzte der Mongoleneinfall der jungen Gründung ein vorläufiges Ende. Für die Zeit nach dem Wiederaufbau hat sich uns mit dem von Abt Peter I. 1270 begonnenen Heinrichauer Gründungsbuch eine einzigartige Quelle (1854 gedruckt) für den Besitz und die Wirtschaft einer schlesischen Zisterzienserabtei im Mittelalter erhalten. |
Bis heute sind die wasserbaulichen Eingriffe (Kanäle, angestaute Fischteiche) der Zisterzienser im Gelände an der oberen Ohle sichtbar. Im 15. Jh. sind mindestens fünf Plünderungen und Verwüstungen der Kosteranlage zu verzeichnen. Trotz der für das Kloster konfliktreichen Reformationszeit und dem auch für Heinrichau verheerenden Dreißigjährigen Krieg blühte Heinrichau unter fähigen Äbten auf: Abt Melchior Welzel schuf die Grundlagen, die seinem Nachfolger Heinrich Kahlert die Mittel an die Hand gaben, um das gesamte Kloster in einer barocken Konzeption neu zu errichten. 1699 erwarb man die 1540 zerstörte Zisterze Zirc in Ungarn, die seitdem in Personalunion geführt wurde.
Nach der Aufhebung 1810 kam Heirichau zuerst an das Haus Oranien, 1863 an die Großherzöge von Sachsen-Weimar, die einen Landschaftspark anlegten. Seit 1945 werden die Gebäude verschienen genutzt, jetzt als Priesterseminar
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