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Kamenz ist ca. 18 km nordöstlich von Glatz und ca. 8 km südöstlich von Frankenstein gelegen. Nach dem Niedergang der in Kamenz gegründeten Augustiner-Propstei kamen dorthin 1246 Zisterzienser aus Leubus.
Der letzte Augustiner-Abt vertrieb die Zisterzienser jedoch, so daß diese erst 1248 durch einen päpstlichen Legaten die Wiedereinsetzung erreichen konnten. Das Zisterzienser-Kloster konnte seinen Besitz in der Folgezeit stark erweitern, umliegende Dörfer erwerben und so zu einigem Wohlstand gelangen.
Um 1318 begann der Neubau der Kosteranlage im gotischen Stil. Die dreischiffige Hallenkirche war um 1350 vollendet. Wiederholte Überschwemmungen der Klosteranlage durch Hochwassser der wütenden Neiße und Zerstörungen durch die einfallenden Hussiten (1425 - 28) bedeuteten Rückschläge, ebenso wie der Dreißigjährige Krieg, der das Stiftsland verwüstete.

In der 2. Hälfte des 17. Jh. begann eine neue Blütezeit des Klosters. Die Klosteranlage wurde zunächst erweitert und später unter Beibehaltung mittelalterlicher Substanz von Matthias Kirchberger im Sinne des Barock umgebaut. 1705 wurde der über 20 m hohe, von Michael Willman geplante Hochaltar fertig. Abt Tobias Stusche (1742 - 1757) war mit Friedrich dem Großen gut bekannt.
Bei der Säkularisation 1810 besaß die Abtei die Grundherrschaft in 32 Ortschaften mit rund 206 km². Neue Besitzerin wurde eine in die Niederlande verheiratete Schwester des preußischen Königs.
Beim Großbrand 1817 und anschließendem Abriß ging viel Bausubstanz verloren. Nur Prälatur und Kirche blieben erhalten. Diese wurde zur katholischen Pfarrkirche. 1945 wurden die Reste des Klosters erneut durch Plünderungen und mutwillige Zerstörungen in Mitleidenschaft gezogen. Die ehemalige Prälatur wird heute als Außenstelle des Staatsarchives Breslau genutzt.

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