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Der Fürstensaal
Der Fürstensaal im nördlichen Trakt ist schon von außen durch vier Doppelfensterachsen erkennbar. Schlesiens größter und prächtigster Festsaal besitzt eine Grundfläche von 28,5 x
Für die Aula Leopoldina der Breslauer Universität hatte der aus Brünn stammende Mangoldt bereits ab 1731 Statuen dieser Persönlichkeiten gefertigt. An den Breitseiten werden die Habsburger von Personifikationen der vier Kardinaltugenden umgeben. Der Westwand ist eine Musikempore vorgebaut, die von einer Atlasfigur getragen wird. In den Ecken stehen ein Flöten- und ein Lyraspieler. Im Figurenprogramm korrespondiert damit die Ostwand, wo
Zwischen den Fensterreihen sind zehn von Puttos gerahmte Gemälde Christian Philipp Bentums angebracht. Auf ihnen sind idealisierte Szenen aus dem Leben der Kaiserin Elisabeth Christine zu sehen. Eine dritte Ebene bilden die Figuren auf dem Gesims. In der Mitte sind dies die vielfigurigen Allegorien von Ruhm, Glaube, Krieg und Frieden, in den Ecken die vier Erdteile. Über der nördlichen Längswand vermittelt eine halbplastische Figur zwischen stuckiertem Gesims und Gemälde.
Die gesamte Decke überspannt ein
Das Deckengemälde besitzt drei Zonen. In der ersten Zone ordnen sich die Gestalten des Glaubens und der Lehre um die zentrale Immaculata. Vier weltliche und drei geistliche Tugenden bevölkern die zweite Zone. Als drittes gibt es eine Randzone. Auf der nördlichen Längsseite werden zwei thronende fürstliche Frauen, auf der Südseite die Vermählungsszene eines fürstlichen Paares gezeigt. Dabei mag es sich um die Hochzeit von
Die westliche Breitseite zeigt die Gründung von Leubus, freilich anachronistisch mit einer Darstellung des barocken Bauwerks in Verbindung mit der Schlacht gegen die Mongolen bei Wahlstatt 1241. Herzog
Das Bildprogramm des Fürstensaals ist eine Apotheose auf das Haus Habsburg, dem sich nicht nur Abt Konstantin Beyer (1733 - 1747) besonders verbunden sah, sondern das auch die Existenz des Klosters garantierte. Die gewaltige raumschöpferische Leistung ist auch Zeugnis der fruchtbaren Verbindung Schlesiens mit Böhmen und Österreich, wo es in Residenzen und Abteien häufig ähnliche Fürsten- bzw. Kaisersäle gibt.