Hilfsnavigation

HGHLogo weiß HGH Schüler Ausschnitt Schulansichten HGH (7)

Klicken Sie, um zu vergrößern
Die Fürstenkapelle
Bei der Leubuser Fürstenkapelle handelt es sich um ein herausragendes gotisches Bauwerk von überregionaler Bedeutung. Die Anlage fügt sich im Nordwesten an die Klosterkirche als standesgemäße Grabkapelle der regionalen Piastenherzöge. Boleslaus III., Herzog von Schlesien, Herr von Liegnitz und Brieg (+ 1352) ließ den Bau zu seinen Lebzeiten um 1313 beginnen. 1329 waren die Bauarbeiten beendet. Entsprechend seiner Zweckbestimmung wählte man einen altchristlichen Grundriß. Dieser kleeblattförmige Zentralraum besitzt drei Apsiden mit 5/8-Schluß und hohen Maßwerkfenstern.
Vieles spricht dafür, daß die Zisterzienser für diese einzige reine Dreikonchenanlage Schlesiens, die dem Vorbild der Bacharacher Wernerkapelle folgt, einen Baumeister aus dem hessisch-mittelrheinischen Raum herangezogen haben.

 

Klicken Sie, um zu vergrößern
Barocke Gewölbeausmalung

 

Die barocke Ausmalung der Gewölbe entstand erst um 1672/1673. Sie verherrlicht mit emblematischen und allegorischen Motiven das älteste und ehrwürdigste schlesische Fürstenhaus. Immerwährender Ruhm sollte der Dynastie gleichwohl nicht beschieden sein, denn 1675 verstarb der letzte schlesische Piastenherzog im Kindesalter. Oberherr wurde nun der böhmische König und als Habsburger trieb er die Rekatholisierung voran, woran die Leubuser Zisterzienser beteiligt waren und wovon das Kloster profitierte.
Beachtlich sind die plastisch gearbeiteten Konsol- und Schlußsteine, Meisterwerke gotischer Steinmetzkunst. Die Tumba Boleslaus III. aus der Mitte des 14. Jahrhunderts mit dem Stiftermodell befindet sich heute im Breslauer Nationalmuseum. Die Fürstenkapelle ist weitgehend ausgeräumt, nur die Deckengestaltung läßt die einstige Würde des Rahmens ahnen.

weiter zur Jakobskirche