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Schon in der mittleren Steinzeit - etwa 10.000 bis 3.000 v. Chr. - war der hiesige Landstrich von Menschen bewohnt. Vom frühen Mittelalter bis Anfang des 18. Jahrhunderts bestimmten Landbau und handwerkliche Betriebe die Nutzung des Waldes. Holz war in dieser Zeit wichtigster Rohstoff. Die Menschen verwendeten aber das Holz als Werkstoff und Energiequelle, ohne die abgeholzten Kahlflächen wieder aufzuforsten. Als Folge der Ausplünderung und Verkarstung der Waldböden entstand die Heidelandschaft.

Von der ehemals großflächigen Heide ist heute nur noch wenig übrig geblieben, denn seit etwa 150 Jahren wird eine geordnete Forstwirtschaft betrieben. Nach der Aufhebung von Streunutzungs-, Vieheintriebs- und Brennholzrechten forsteten die Großgrundbesitzer und Landesherren nun systematisch auf, um den knapp gewordenen Rohstoff Holz zu erzeugen. Bautätigkeit sowie Energiebedarf und Wohnkomfort hatten zugenommen und prägten fortan die Bewirtschaftung der einheimischen Wälder.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Brennholz stark gefragt, eine erneute großflächige Abholzung war die Folge. Anschließend wurde das Land mit schnell wachsenden Baumarten wie Roteiche und Pappel aufgeforstet. Später ersetzten Kunststoff und Öl das Holz als Werkstoff und Energiequelle, so dass die Holzproduktion immer mehr nachließ.

In den 60er und 70er Jahren kam das Schlagwort des Erholungswaldes auf. Der Wald war nun wichtig für Klima-, Lärm-, Immissions- und Wasserschutz. Gleichzeitig wandelte er sich zum Erholungsgebiet für die Bevölkerung: Wander-, Waldlauf- und Reitwege entstanden. Erholungssuchende fanden nun Ruhebänke, Schutzhütten und Spielplätze vor. Liegewiesen und ein Waldlehrpfad rundeten das Angebot ab.

Heute gilt der Stadtwald als Erholungswald, in dem das produzierte Holz zugleich wirtschaftlich genutzt wird. Bevölkerungszuwachs, gesteigertes Umweltbewusstsein, aber auch die erhebliche Zunahme an Freizeit sorgten in der jüngsten Vergangenheit für eine immer größere Belastung des Stadtwaldes. Die Grenze des Verträglichen scheint längst erreicht: Störungen in den Naturschutzgebieten, Trampelpfade abseits der Wege, Verunreinigungen, Schädigungen durch Vandalismus und nicht zuletzt Waldbrände schaden dem gesunden Wuchs der Bäume und Pflanzen. Für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher, die zum Beispiel zum Wandern, Joggen, Radfahren, Ausführen von Hunden oder auch Beobachten von Tieren kommen, gilt es daher, Rücksicht auf die Natur zu nehmen, damit der Stadtwald als attraktives Erholungsgebiet erhalten bleibt.