Als Rückmeldung zur Ehrenamts-Börse erreichten uns folgende Zeilen:
Mir "alten" Düsseldorferin
kam doch tatsächlich in den Sinn,
meine Heimatstadt nach mehr als 50 Jahren zu verlassen
und mich mit meinem Mann hier niederzulassen.
Zunächst fiel mir die Entscheidung nicht leicht,
doch in fünf Monaten habe ich schon so viele Menschen erreicht
und mich über so manch angenehmen Moment und Kontakt gefreut,
dass ich noch an keinem Tag in Hilden meinen Entschluss bereut.
Mein besonderes Interesse hat die Ehrenamt-Börse geweckt.
Hier habe ich vielfältige Möglichkeiten entdeckt,
Benachteiligten und Bedürftigen hilfreich zur Seite zu stehen
und für mich darin noch mehr Zufriedenheit und Erfüllung zu sehen.
Nach zahlreichen Gesprächen vor Ort,
entschied ich mich noch nicht sofort,
obwohl mein Gespräch mit Angelika Neumann für mich so überzeugend war,
dass ich mich gefühlsmäßig bereits im Seniorenzentrum Stadt Hilden sah.
Trotzdem habe ich noch in mehreren Einrichtungen Einblick genommen
und als Neuling im Sozialwesen viele Eindrücke gewonnen.
Schon als ich das erste Mal durch das Seniorenzentrum Stadt Hilden gegangen,
nahmen mich die hellen Räumlichkeiten und die liebevolle Atmosphäre gefangen.
Der Auslöser in meiner Entscheidungsfindung
war jedoch eine spontan emotionale Bindung.
Angelika Neumann in der Beschäftigungstherapie
entdeckte wohl schon im Vorfeld diese Chemie.
Sie bat mich, zwei Damen zum Konzert zu bringen,
sie dort zu betreuen und mit ihnen zu singen.
Die Zeit im Saal war viel zu schnell vorbei.
Ich glaube wir waren die glücklichsten Drei.
Inzwischen habe ich sie wieder besucht.
Wir haben uns gefunden, obwohl nicht gesucht.
Sie – neben anderen Bewohnern – werde ich sicherlich weiterhin betreuen
und mich mit ihnen an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen.
Des Weiteren fiel meine Wahl auf dieses Heim,
hier fühle ich mich als Neueinsteiger nicht allein,
d. h. ein(e) Ansprechpartner/in ist niemals weit
und im Bedarfsfall stets zur Hilfe bereit,
sei es ein(e) Mitarbeiter/in, Ehrenamtliche(r)
oder Zivi, z. B. Herr Benjamin Franke -
ihm sage ich für bereits geleistete Hilfe schon
mal Danke.
Im Übrigen tausche ich mich mit Angelika Neumann aus
über grundlegende Fragen bzgl. Bewohner und Gepflogenheiten im Haus.
Hier ist – denke ich mal – die Hauptanlaufstelle
für Anregungen und schwer lösbare Fälle.
Nun kann ich es kaum noch erwarten,
mit weiteren Aktivitäten durchzustarten!
Nächste Woche darf ich die Damen wieder zur Vernissage begleiten,
und vielleicht entdecke ich noch andere Gelegenheiten,
einige Bewohner an die Hand zu nehmen
und ihnen etwas zu geben, wonach sie sich sehnen.
Hilden, 30.10.2005 Ingrid Harer