Ganz schön kompliziert: Reden über Israel
Live und öffentlich aus Hilden, Mittelstraße vor der Jacobuskirche
88,8 Mhz
Moderation: Julitta Münch
Die erste Gratulantin zum 60. Geburtstag war schon da: Angela Merkel trat im März vor das israelische Parlament, um anlässlich der Staatsgründung von 1948 die deutsch-israelische Freundschaft zu bestärken. Eine Freundschaft zwischen zwei Ländern, die für immer in besonderer Weise in Erinnerung an den Holocaust verbunden sind. Kritiker fragen, ob daraus nicht falsch verstandene Rücksichtnahme entstanden ist. Der Anteil der israelischen Politik am Konflikt mit den Palästinensern müsse offen benannt werden. Doch schnell wird Kritik an Israel als Ausdruck von Antisemitismus verstanden. Viele schimpfen deshalb zwar zu Hause vor dem Fernseher, aber sagen öffentlich lieber nichts. Reden über Israel bleibt kompliziert.
Was würde es einfacher machen, fragt Julitta Münch bei Hallo Ü-Wagen am
3. Mai 2008
11.05 - 13.00 Uhr
in der Mittelstraße vor der Jacobuskirche in Hilden.
60 Jahre Israel heißt: Sechs Jahrzehnte Kampf ums Überleben des kleinen Staates, der von Iran mit der Vernichtung bedroht wird und mit Selbstmordattentaten und Raketenangriffen palästinensischer Extremisten terrorisiert wird. Es heißt aber auch: Abspaltung der palästinensischen Bevölkerung durch Mauerbau, wirtschaftliche Sanktionen, Einschränkung der Bewegungsfreiheit, immer neue israelische Siedlungen auf palästinensischem Gebiet, die zu weiteren Terroranschlägen provozieren. Kann, darf oder muss Deutschland in diesen Kämpfen innerhalb des israelischen Territoriums Stellung beziehen, Kritik üben, sich freundschaftlich einmischen? Ist es nicht nach 60 Jahren an der Zeit, Israel als Staat wie jeden anderen zu betrachten? Hallo Ü-Wagen zu einem Geburtstag der ganz besonderen Art
Zu hören ist der Beitrag live auf WDR 5 (88,8 MHz) sowie als Wiederholung am Montag, 05. Mai 2008, 2.03 - 4.00 Uhr (ebenfalls WDR 5)
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