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Im Laufe seiner wechselvollen Geschichte wurde Hilden 1176 vom Erzbischof von Köln an den Grafen von Berg verpfändet, jedoch schon wenige Jahre später (1190) wieder eingelöst. Ein großer Brand legte im Jahr 1594 Hilden in Schutt und Asche, nachdem bereits 1591 ein Blitzschlag den Kirchturm in Brand gesetzt hatte. Von konfessioneller Spaltung und Dreißigjährigem Krieg blieb auch Hilden nicht verschont. Die Reformation fasste in Hilden schnell Fuß, was dazu führte, dass die große Mehrheit der Bevölkerung sich zu Beginn des 17. Jahrhunderts zum Kalvinismus bekannte.

Reformationkirche
Reformationskirche

Auf Grund einer Bestimmung im Westfälischen Frieden, dem sogenannten "Normaljahr" (1624), mussten die Katholiken die Kirche an die reformierte Gemeinde abtreten. Sie erbauten eine neue, auch dem heiligen Jacobus geweihte Kirche, zunächst aus Holz, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts durch einen Steinbau ersetzt wurde.

Die St. Jacobuskirche in ihrer heutigen Form entstand erst in zwei Bauabschnitten 1872/1873 und 1881/1882.

Aus dem 16./17. Jahrhundert stammen drei berühmte Hildener. Noch vor den beiden reformierten Theologen Anton und Wilhelm Hüls ist der Wundarzt Wilhelm Fabry (1560 - 1634) zu nennen,

Fabry
Wilhelm Fabry

der als der Begründer der modernen Chirurgie in Deutschland gilt und nach dem nicht nur das Museum der Stadt, sondern auch eine Schule und eine Straße benannt sind. Er wurde im Hof  "In der Schmitten" an der späteren Schwanenstraße geboren. An der Stelle steht heute ein Hotel. Als langjähriger Stadtarzt von Bern erlangte Wilhelm Fabry wegen der Entwicklung neuer Operationsmethoden und neuer Instrumente Berühmtheit. Zahlreiche seiner Bücher, die bis lange nach seinem Tod immer wieder in mehreren Sprachen gedruckt wurden, sind im Wilhelm-Fabry-Museum an der Benrather Straße zu sehen.


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