Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
der Jahreswechsel ist wie immer ein Anlass, einen Moment innezuhalten und nachzudenken, über das was war und das was kommt.
Denke ich an das Jahr 2012 zurück, denke ich unweigerlich an die Tragödie, die sich im November in einem Hildener Industrieunternehmen abspielte und die mich nachhaltig betroffen gemacht hat. Ein Mensch schießt gezielt auf Mitarbeiter und Kollegen und tötet sich anschließend selbst. Glücklicherweise überleben die Opfer und sind auf dem Wege der Besserung – das Trauma aber wird bleiben. Den Mitarbeitern und ihren Familien wünsche ich an dieser Stelle noch einmal gute Genesung.
Aber das Jahr wurde aber erfreulicherweise auch von einer Reihe guter Nachrichten geprägt.
Wirtschaft
Nach einer Kunden- und Geschäfts-Umfrage der Industrie- und Handelskammer konnte sich Hilden als Einkaufsstadt auf hohem Niveau behaupten. Wenn im März nächsten Jahres Saturn, Kaiser´s und Adler die Tore öffnen, werden weitere attraktive Angebote den Bereich am Warringtonplatz spürbar beleben. Bereits zu Beginn des Jahres werteten das neue Parkhaus am Kronengarten, Aldi, Denn´s und Tedi diesen Innenstadtbereich merklich auf.
Familie, Kinder und Jugend
Die wirtschaftliche Attraktivität versetzt uns in die Lage, erneut Maßnahmen umzusetzen und Investitionen auf den Weg zu bringen, um Hilden für die künftigen Aufgaben und Herausforderungen auf allen Ebenen gut aufzustellen:
Ab 2013 sollen die Kommunen in Nordrhein-Westfalen 35 Prozent aller Kinder unter drei Jahren einen Betreuungsplatz anbieten. Mit fast 38 Prozent hat die Stadt Hilden bereits heute die Zielvorgabe der Landesregierung übererfüllt.
Die Stadt als Schulträger hat auf die allgemein zurück gehenden Schülerzahlen reagiert und eine Sekundarschule in den Gebäuden der Wilhelm-Fabry-Realschule auf den Weg gebracht.
Der marode Pavillon des städtischen Helmholtz-Gymnasiums wird in den kommenden beiden Jahren durch einen Neubau ersetzt und die Mensa erweitert.
Der Sportplatz Schützenstraße hat endlich auch seinen Kunstrasen erhalten. Fast sechs Millionen Euro investierte die Stadt Hilden damit in den vergangenen Jahren in die Modernisierung ihrer Sportanlagen.
Senioren und Soziales
Vor zehn Jahren ermunterte die Stadt Ältere, ihr Leben in freien Netzwerkgruppen selbst zu organisieren. Eine aktuelle Altersstudie lobte die Seniorenarbeit in Hilden als "Leuchtturmprojekt" und "Musterbeispiel" dafür, wie Strukturen geschaffen werden können, die Senioren ermöglichen, länger in ihren Wohnungen zu leben.
Leider wächst mit der zunehmenden Anzahl älterer Menschen auch die Zahl derer, die von Demenz betroffen werden. Mit der ersten ambulant betreuten Demenz-WG in Hilden will das Diakonische Werk diesen Senioren einen alternativen, individuellen Lebens- und Wohnraum schaffen.
Die Altersstudie fand übrigens auch heraus: 90 Prozent der Befragten fühlen sich in ihren Quartieren sehr wohl, die Nachbarschaft ist gut und die Menschen seien in den vergangenen zehn Jahren freundlicher geworden.
Dies sind Aussagen und Erkenntnisse, die mich zuversichtlich weiter nach vorne schauen lassen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesundes und zufriedenstellendes Jahr 2013
Ihr
Horst Thiele