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Hilden hilft Herti
Foto: Michael de Clerque 

Hilden hilft Hertie

40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hoffen auf neue Arbeitsplätze

Hilden hilft Herti
Foto: Michael de Clerque 
„Wir waren traurig und geschockt, als wir  hörten, dass unser Kaufhaus keine Zukunft mehr hat“, sagt Sylvia Buchelt. Seit Ende der 80er Jahre arbeitet die 37-Jährige genauso wie ihre Zwillingsschwester Simone Meenaga im Karstadt-Konzern, nach dem Verkauf im März 2007  an Dawnay Day  umbenannt in Hertie. „Wir waren eine richtige ‘Kaufhaus-Familie’, das Betriebsklima war immer super. Ich kann es einfach nicht verstehen, dass jetzt Schluss ist“, bedauert Simone Meenaga. „Jetzt bleibt uns nichts mehr anderes übrig, als Bewerbungen zu schreiben“, meint die gelernte Einzelhandelskauffrau.

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“, sagt Betriebsratsvorsitzende Gabriele Nachtigall. „In eineinhalb Tagen haben wir über 3000 Kunden-Unterschriften gegen die Schließung von Hertie  gesammelt. Das zeigt doch, wie sehr das Kaufhaus den Hildenern am Herzen liegt“, so Betriebsratsstellvertreter Jürgen Havers. Gestern kam es noch einmal zu einer eindrucksvollen Demonstration auf der oberen Mittelstraße vor dem Warenhaus.

Trotzdem: die 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen die Situation realistisch.  „Schriftlich liegt uns zwar noch keine Kündigung vor“, so Gabriele Nachtigall. Hertie-Geschäftsführung und Betriebsrat haben aber bereits Gespräche über die Abwicklung des Unternehmens aufgenommen. Im Sommer werden die 54 Kaufhäuser (2600 Beschäftigte) wohl endgültig geschlossen; vorher soll es noch einen Schluss- und Ausverkauf geben.

„Jetzt hoffen wir, dass unsere Mitarbeiter so schnell wie möglich eine neue Arbeitsstelle finden“, sagt Filialleiterin Marion Schmeer, die um fachliche Kompetenz ihres Teams weiß: „Wir beschäftigen qualifizierte Kaufleute und Verkäufer, die sich im Hildener Einzelhandel und in den örtlichen Begebenheiten bestens auskennen.“

Unterstützung und Soliodarität erfahren die Mitarbeiter auf Initiative des Wochen-Anzeigers auch durch die Stadt. „Seit Jahren hat die Hertie-Belegschaft in Hilden für schwarze Zahlen gesorgt; das Schicksal der Arbeitslosigkeit haben sie am wenigsten verdient“, meint Bürgermeister Günter Scheib. „Letztendlich können wir aber als Stadt eine Schließung des Kaufhauses nicht verhindern. Dennoch werden wir alles unternehmen, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder in Lohn und Brot zu bringen.“ Mittels der Homepage der Stadt („www.hilden.de“) besteht für Unternehmen die Möglichkeit, Interesse an den Hertie-Mitarbeitern zu bekunden. „Die Wirtschaftsförderung und das Stadtmarketing werden Augen und Ohren offen halten, um den Hertie-Mitarbeitern so schnell und effektiv wie möglich zu helfen“, verspricht Günter  Scheib.

Kontakte zur Aktion Hilden hilft Hertie:

 

Geschäftsführer Volker Hillebrand
Bismarckpassage 4
40721 Hilden
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Telefon: 02103 /91 03 44
Fax: 02103 / 91 03 45
info@stadtmarketing-hilden.de
www.stadtmarketing-hilden.de
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Leiter
Team Wirtschaftsförderung
Am Rathaus 1
40721 Hilden
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Telefon: +49 2103 / 72 380
Mobil: +49 172 2 40 34 25
Fax: +49 2103 / 72 619
Raum: 133
peter.heinze@hilden.de
http://wirtschaft.hilden.de
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Hertie Hilden

Tel.: 02103 / 79 720
Fax: 02103 / 79 730