Fünf Leitgedanken prägen die Etablierung von unseren Förderplänen und die Lernberatung zur stärkeren Individualisierung des Lernens:
- Maßnahmen zur individuellen Förderung setzen Impulse zur Selbstreflexion und wachsenden Selbstständigkeit im Lernen
- Die Schülerin oder den Schüler ganzheitlich und stärkenorientiert und nicht nur defizitorientiert sehen
- Schwächen, die zu den Minderleistungen geführt haben, exakt und für Schülerinnen und Schüler und Eltern verständlich und nachvollziehbar beschreiben
- Maßnahmen zur Verbesserung der Leistungen und/oder des Arbeitsverhaltens benennen
- konkrete Hilfen und Unterstützung für Eltern und Schülerinnen und Schüler anbieten
Mit einer diesen Grundideen orientierten Förderempfehlung wird ein Prozess stärkerer Individualisierung des Lernens und darauf bezogener individueller Förderung gestartet, die mit der Ausgabe des Zeugnisses und dem Beratungsgespräch beginnt und kontinuierlich begleitet und unterstützt wird. Denn individuelle Förderung bedarf kontinuierlicher Beobachtung im Lernprozess und einer systematischen und kontinuierlichen Praxis, die sich an der in der Abbildung beschriebenen Schrittfolge orientiert.
Bei unserer Arbeit mit konkreten Förderplänen sollen folgende Ziele erreicht werden:
- Individuelles Fördern und Fordern ausgewählter Schüler über einen begrenzten Zeitraum
- Auf der Grundlage einer Analyse der Lernsituation der betreffenden SchülerInnen soll ein individueller Förderplan mit konkreten Förderzielen erstellt und umgesetzt werden.
Individuelle Lern- und Förderempfehlungen
Die schulische Praxis der Umsetzung der individuellen Lern- und Förderempfehlungen zeigt, dass sie als eigenständiges Element der Rückmeldung zu Lernständen und Lernentwicklung wahrgenommen werden. Sie setzen neue Impulse, Lernrückstände aufzuarbeiten, Lernschwierigkeiten zu bewältigen oder neue Zugänge zu lernen und leisten im Fach zu finden. Gegenüber der bisher gängigen Praxis von Leistungsrückmeldungen in Schule sind die individuellen Lern- und Förderempfehlungen unter drei Perspektiven eigenständig:
- Sie thematisieren Lernstände, Lernstrategien und Arbeitsweisen („was ein Schüler kann und noch nicht kann“) und benennen Arbeitsschwerpunkte. Sie haben keine Funktion bei der Begründung von Leistungsbewertungen.
- Sie beziehen sich auf einen längeren Zeitraum, nehmen Lern- und Arbeitsverhalten in unterschiedlichen Leistungssituationen sowie in der Bewältigung und Bearbeitung verschiedener Lern- und Übungsaufgaben in den Fächern in den Blick. Beobachtungen in einzelnen Fächern werden dabei häufig koordiniert und abgestimmt zurückgemeldet.
- Sie beziehen Schülerinnen und Schüler und Eltern in die Analyse des Lernens und Leisten im Fach unmittelbar mit ein und zeigen dem Schüler/der Schülerin Wege, die Verantwortung für ihr Lernen neu zu übernehmen. Darauf bezogen vereinbaren sie konkrete Unterstützungsangebote und Lerngelegenheiten.
Wir gehen dabei unterschiedliche Wege und wählen Ansätze für Weiterentwicklung vor dem Hintergrund bestehender Fördermaßnahmen oder der Schwerpunkte des Schulprogramms. Drei große Entwicklungsfelder lassen sich benennen:
- Lernstände erkennen und beschreiben
- Lernentwicklung individuell begleiten
- Schulische Förderkonzepte entwickeln