Jubiläum in Jazz
Hildener Jazztage feiern Geburtstag
Eines der renommiertesten Jazzfestivals in Deutschland zelebriert in diesem Jahr mit Stil und Schwung seinen fünfzehnten Geburtstag: Unter dem Titel Jubilee Edition servieren die 15. Hildener Jazztage vom 1. bis 6. Juni 2010 musikalische Leckereien für Jazz-Gourmets und Freunde außergewöhnlicher Hörgenüsse.
Der Titel Jubilee Edition bringt unsere Freude über das fünfzehnjährige Bestehen des Festivals zum Ausdruck, erläutert Peter Baumgärtner, künstlerischer Leiter der Hildener Jazztage, und fährt fort: Darüber hinaus erinnern wir in unserem Programm an den 200. Geburtstag des großen Komponisten Frédéric Chopin und würdigen den Meister der Gypsy-Jazz-Gitarre Django Reinhardt, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und freuen uns über 15 Jahre Festivalkultur in Hilden.
Rückblick: Vor 15 Jahren - 1996 wagten die Stadt Hilden und die Firma Sensitive Colours erstmalig das Experiment einer Private Public Partnership. Ein Experiment kann man das Festival schon lange nicht mehr nennen: Mehr als 2000 Jazzmusiker aus allen Kontinenten gastierten seitdem in der Itterstadt.
Finanziert durch die Stadt Hilden, die Sparkasse HRV, die Stadtmarketing GmbH, die Stiftung Sport und Kultur und einer Reihe erstklassiger Sponsoren haben sich die Hildener Jazztage nachhaltig in der deutschen Veranstaltungslandschaft etabliert.
Auch das Jubiläums-Festival startet traditionsgemäß im Kunstraum Gewerbepark-Süd an der Hofstraße 64. Dort präsentiert am Dienstag, dem 1. Juni, um 20 Uhr das Modern Swing Trio Berlin gemeinsam mit dem Schauspieler, Autor und Synchronsprecher Christian Brückner sein Programm Lyrik - Poesie - Prosa & Jazz. Brückner The Voice gilt als die bekannteste Stimme Deutschlands. Mit seinem unverwechselbaren Timbre synchronisierte er Hollywoodstars wie Robert de Niro, Harvey Keitel oder Dennis Hopper und trug so maßgeblich zu deren Erfolg auf deutschen Kinoleinwänden bei. Die Worte Bückners, kombiniert mit dem unwiderstehlichem Drive, dem gefühlvollem Balladenspiel und den solistischen Höchstleistungen des Modern Swing Trios Berlin, machen den Eröffnungsabend zu einem besonderen Erlebnis. Das Konzert wird vom WDR 3 Hörfunk aufgezeichnet.
Abtanzen und feiern lautet die Devise am Mittwoch, dem 2. Juni, ab 20 Uhr auf der Groove Party bei Mercedes-Brüggemann, Im Hülsenfeld 1. Opening-Act ist das Dean Brown Trio aus den USA. Die drei Vollblutmusiker gehören unbestritten zur Crème de la Crème der weltweiten Jazz-, Funk- und Crossover-Szene. Dean Brown an der Gitarre, Bobby Sparks an den Keyboards und Dennis Chambers an den Drums servieren einen schweißtreibenden Cocktail aus Funk und Fusion, der Bühne und Publikum zum Kochen bringt. Ausnahmeschlagzeuger Chambers, der bereits mit Musikern wie George Clinton, John McLaughlin oder Carlos Santana zusammengearbeitet hat, sorgt mit seinen faszinierenden Soli für Gänsehaut. Der WDR 3 Hörfunk zeichnet das Konzert auf.
Nach diesem furiosen Auftakt heizt Frank McComb im Zusammenspiel mit der Roy Louis Band die Partystimmung weiter an. Sein leidenschaftlicher Gesang sowie sein virtuoses Pianospiel garantieren Jazz und Soul vom Feinsten. McCombs ausgefeilte Kompositionen machen ihn zu einem der Lieblinge des internationalen Musikgeschäfts. George Benson, Chaka Khan, Prince oder Till Brönner sind nur einige der Top-Stars, mit denen er schon auf der Bühne oder im Tonstudio stand. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm als Mitglied des Branford Marsalis Hip-Hop/Jazz Fusion Projektes Buckshot LeFonque mit dem Hit Another Day. Mitglieder der Roy Louis Band sind, neben dem Gitarristen Roy Louis, die Bassististin Agnes Petkute, der Schlagzeuger Ulf Stricker sowie der Percussionist Elmer Louis. Das Ensemble besticht durch Virtuosität und Spielfreude.
Die groovende Umrahmung der Party gestaltet an den Turntables der bekannte Musikproduzent und DJ Rainer Trüby. Immer unterwegs rund um den Globus, um seine Vision von guter Musik auf die Tanzflächen der Welt zu bringen, legt er an diesem Abend einen Zwischenstopp in Hilden ein. Stilsicher findet der passionierte Sammler von Vinyl-Raritäten in seinen Sets die richtige Mischung aus elektronischen und organischen Sounds, mit denen er bereits als Mitglied von Trüby Trio in der Lounge-Fangemeine Anerkennung fand. Wo Rainer Trüby seine Mixtur aus Groove, Downtempo, Chill-Out und Latin anrührt, sind Good Vibrations vorprogrammiert.
A Swinging Afternoon ist das Motto der beiden Open-Air Konzerte am Donnerstag, dem 3. Juni, ab 15 Uhr im Park des Haus Horst an der Horster Allee. Eröffnet wird der swingende Nachmittag von der holländischen Sängerin Masha Bijlsma. Mit ihrer enormen Wandlungsfähigkeit, ihrer Stil- und Ausdrucksbreite, dem Klangfarben-Reichtum ihrer Stimme und ihrem ungewöhnlich großen Tonumfang gehört Masha Bijlsma zu den besten Jazz-Vokalistinnen Europas. Stilistisch im Mainstream und Bebop zuhause, haucht sie Jazz-Standards, Klassikern des Pop- und Soulgenres und Eigenkompositionen bluesige Farbe und üppige Sinnlichkeit ein. Instrumentale Begleitung erhält sie von dem großartigen Pianisten Rob van den Broeck, dem Bassisten Wiro Mahieu sowie Dries Bijlsma am Schlagzeug.
Im zweiten Teil des Nachmittags huldigt das Joscho Stephan Quartett dem unvergesslichen Gitarristen Django Reinhardt. Ihr Programm A Tribute to Django Reinhardt widmet sich mit Hingabe und Respekt der legendären Musik des Gypsy-Jazz. Joscho Stephans authentischer Ton in Verbindung mit harmonischer Raffinesse, explosiver Dynamik und überraschenden Phrasierungen begründet seinen Ruf als origineller Neuerer des Genres. Mit seiner exzellenten Solotechnik begeistert der junge Musiker sowohl das Publikum als auch die Fachpresse: Das Acoustic Guitar Magazine nannte ihn den Garanten für die Zukunft des Gypsy-Jazz und das amerikanische Fachmagazin Guitar Player kürte sein Debütalbum Swinging Strings zur CD des Monats.
In der Gottschalksmühle, Mühle 64, dreht der Swinger Club um 19 Uhr Welthits des Pop mit viel Humor durch den Jazz-Wolf. Wenn Martell Beigang am Schlagzeug, Andreas Hirschmann an den Keyboards und Jan von Polheim am Bass loslegen, wird Jazz auf einmal club- und partykompatibel.
Um 19.30 Uhr präsentiert das Bruno Böhmer Camacho Trio in der Stadtbücherei Hilden am Nove-Mesto- Platz 3 Latin-Jazz der Extraklasse. Bruno Böhmer Camacho studierte Musik an der Folkwangschule der Universität Essen und wurde 2006 mit dem Folkwangpreis als bester Student ausgezeichnet. Bei seinen Auftritten überzeugt der erst 25-jährige Pianist mit brillianten Improvisationen.
Am Freitag, dem 4. Juni, um 19 Uhr geben sich bei QQTEC an der Forststraße 73 der französische Tenorsaxophonist Jacques Schwarz-Bart und sein Quartett die Ehre. In dem Konzert, das durch Kooperation mit dem Institut Francais ermöglicht wurde, verwebt der auf Guadeloupe geborene und in der Schweiz aufgewachsene Musiker traditionelle kreolische Gwoka-Klänge mit modernem Jazz amerikanischer Prägung.
Kontrabass und Stimme - eine ungewöhnliche Kombination! Aber geht das überhaupt? Im Kunstraum Gewerbepark-Süd an der Hofstraße 64 bereichern die dänische Sängerin Caecilie Norby, die als erste Musikerin Dänemarks ihr Debütalbum beim berühmten Label Blue Note veröffentlichte, und der Bassist und Cellist Lars Danielsson aus Schweden mit der nordischen Kombination von Saitenistrument und Stimme um 20.30 Uhr die Jazzwelt.
Ab 22.30 lädt der Gitarrist Axel Fischbacher ins Blue Note im Hotel am Stadtpark an der Klotzstraße 22 zum Blue Note Special Konzert. Gemeinsam mit den übrigen Fischen Xaver Fischer an den Keyboards, Claus Fischer am Bass sowie Hardy Fischötter am Schlagzeug improvisiert er, was das Zeug hält. Jazzfreunde mit einem Faible für Spontanität und schummrige Kellerbar-Atmo werden hier erstklassig bedient.
Die Ankerveranstaltung des Festivals findet am Samstag, dem 5. Juni, um 19.30 Uhr in der Stadthalle am Fritz-Gressard-Platz 1 statt. Das Opening gestaltet, jubiläumsgerecht, der Flügelhornist Ack van Royen in seinem 80. Lebensjahr. Im Quintett mit seinem Leadingpartner John Ruocco, dem Pianisten Hubert Nuss, dem Bassisten Ingmar Heller ( NDR Big Band) und dem holländischen Drummer Joost van Schaik verstehen es die beiden, egal ob up tempo-Nummer, Ballade oder Swing mit erfrischender Virtuosität und ohne Kräftemesserei zu überzeugen.
Das Konzert wird vom WDR 3 Hörfunk aufgezeichnet.
Im zweiten Teil der International Jazznight erobert eine Lady die Bühne, die von der amerikanischen Jazzpresse als
Das Konzert wird durch eine Aufzeichnung des WDR 3 Hörfunk geadelt.
Krönender Abschluss des Abends ist eine musikalische Verbeugung vor Frédéric Chopin, dem größten polnischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Bei Chopin goes Jazz!, einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Polnischen Kulturinstitut, verwandelt das Wlodzimierz Nahorny-Sextett Chopins romantisches Werk in mitreißenden Jazz. Virtuos und mit Leidenschaft für Improvisation gelingt es den sechs Musikern, die technisch höchst anspruchsvollen Kompositionen in swingende Arrangements zu kleiden und energiegeladen auf die Bühne zu bringen. Selten klang Chopin, der in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden wäre, frischer und lebendiger als bei diesem phantastischen Sextett.
Am Sonntag, dem 6. Juni, erwartet das Publikum um 15 Uhr ein Pop- und Soul-Feuerwerk unter freiem Himmel. Im Park der Capio Klinik an der Hagelkreuzstraße 37 beweist der Sänger und Trompeter Jeff Cascaro, dass er einer der Besten in Sachen Soul aus Deutschland ist. Geradezu unverschämt unterhaltsam kombiniert the german soulman Jazz, Blues und Soul mit Elementen des Mainstream-Pop. Den klanglichen Background für seine expressive Stimme schaffen Ulf Kleiner an den Keyboards, Bruno Müller an der Gitarre, Christian von Kaphengst am Bass und Flo Dauner an den Drums.
Nach diesem abwechslungsreichen Ausflug in deutsche Soul-Gefilde treibt der Tastenmagier Andi Kissenbeck, die Renaissance der Hammondorgel mit Verve und Fingerfertigkeit voran. Club Boogaloo nennt der Organist sein Projekt; moderner Orgeljazz zwischen Swing, Bebop Shuffle und Funk, mal rein instrumental, mal mit vokalem Support, vor allem aber groovy. Gitarrist und Sänger Thorsten Goods, Peter Weniger am Saxophon sowie Tobias Backhaus am Schlagwerk unterstützen den wohlig-warmen Sound der Hammond B3 mit musikalischer Sensibilität und instrumentalem Können.
Um 17 Uhr bläst der Hildener Trompeter Rolf Locke Koenzen unter dem Motto we are family in der Galerie Koenzen an der Benrather Straße 42a zum musikalischen Stelldichein. Koenzen und seine ITS Jazz Band würzen Mainstream-Jazz mit einem Schuss Latin und Blues und servieren damit einen akustischen Leckerbissen aus der regionalen Jazz-Küche.
Im Wilhelm-Fabry-Museum an der Benrather Straße 32a entführt uns die Schlagzeugerin, Komponistin und Sängerin Kristina Kanders um 18 Uhr in Klangwelten, die sich jeder stilistischen Einordnung entziehen. Ob Jazz, Elektro-Pop, House, Ambient oder Drum 'n' Bass, Kristina Kanders verarbeitet im Zusammenwirken mit dem Saxophonisten und Flötisten Wolfgang Klüfer sowie einem Keyboarder unterschiedlichste Stilrichtungen und entwickelt daraus einen ganz eigenwilligen Sound.
Veranstaltungsort für das Abschlusskonzert der 15. Hildener Jazztage ist die Reformationskirche am Alten Markt. Dort entlockt um 20 Uhr die Solo-Harfinistin des WDR-Rundfunkorchesters Ulla van Daelen ihrem Instrument der Engel Kompositionen, die sich vornehmlich an Jazz und Klassik, aber auch an Pop- und Worldmusic orientieren. Gemäß ihres Leitsatzes Time for Harp befreit sie ihr Instrument vom orchestralen Schattendasein und kürt es zum Protagonisten ihrer unkonventionellen Darbietungen. Klangvoll unterstützt wird sie dabei von dem Bassisten Urs Fuchs und dem Perkussionisten Mario Argandona. Ulla van Daelen ist bereits so erfolgreich, dass die ARD ihr ein eigenes Künstlerportrait widmete; das ZDF engagierte sie gar für eine Hörbuch-Reihe, ihr Musikvideoclip "Story" lief monatelang auf ONYX-TV. Mittlerweile gilt Ulla van Daelen als populäres Aushängeschild für innovative Harfenmusik.
Weitere Infos unter:
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
Jörg Schwarz
Tel.: 0211/30 57 73
Mobil: 0172/721 38 34,
e-mail: schwarz20@aol.com
oder
Sensitive Colours
Peter Baumgärtner
Tel.: 0203/ 759 93 54
Mobil: 0177- 34 16 381
e-mail: p. baumgaertner@sensitive-colours.de
Tickets unter:
02104/ 92 92 92 oder
01803 / 30 33 30
und unter: www.hildener-jazztage.de