Karnevalstreiben in der Wilhelm-Busch-Schule
Am Donnerstag, den 12.2. ist die ganze Wilhelm-Busch-Schule jeck, denn dann feiern alle Kinder und das Team der Schule Karneval am „Altweiberdonnerstag“. Vormittags wird der Jugendtreff am Weidenweg unsicher gemacht und ab 11.11 Uhr geht es in beiden Gebäuden der Schule bis 16.00 Uhr weiter. Als Highlight ist sogar der Besuch des Kinderprinzenpaares geplant!
Also zwischen den Karnevalshochburgen Düsseldorf und Köln, und neben Rosenmontagszug und großem Festzelt am Alter Markt können die Kinder im Hildener Süden auch ganz schön dolle Karneval feiern! Das Team der WBS freut sich schon darauf, wenn an diesem Tag alle Kinder und Erwachsenen in Kostümen und mit ansteckender Karnevalslaune in die Schule kommen. Das ganze Team der Wilhelm-Busch-Schule kostümiert sich dieses Jahr – passend zu dem Weihnachts-Theaterstück „Der kleine Muck“ zum Thema 1000 und 1 Nacht. Einige Kinder finden die Idee so toll, dass sie direkt mitmachen wollen!
Natürlich ist auch für leckere Getränke und kleine Snacks gesorgt. Ausgesuchte Karnevalsschlager und Kinderlieder runden den Karneval auf dem Schulgelände ab.
Ein paar Texte, Rezepte und Lieder zur „fünften Jahreszeit“:
(Alt-)Weiberfastnacht
Seinen Ursprung soll dieser ausgelassen gefeierte Donnerstag in Bonn-Beuel gehabt haben.
In Köln soll es im Mittelalter „Pfaffenfastnächte“ gegeben haben, wobei es in Nonnenklöstern hoch hergegangen sein soll. 1729 waren verkleidete Nonnen „voller Lust“ mit Feiern, Tanzen und Springen tagsüber beschäftigt und nachts, wenn die Äbtissin schlief, wurde bei Kaffee und Tee Karten oder Dame gespielt. Aber schon im 14. Jahrhundert sollen in Städten die Ehefrauen aus „ratsfähigen Familien“ zu einem eigenen Festmahl mit Tanz eingeladen worden sein. Witwen, Jungfrauen und auch Freudenmädchen wurden ab und zu als Gäste begrüßt. Nach vielen Jahren haben die Frauen solche Feierlichkeiten selbst in die Hand genommen und dabei auch spezielle Zeremonien festgelegt. Dazu gehörte auch das befristete Recht, den Herren der Schöpfung zu befehlen.
Der Begriff Karneval
Im 17. Jahrhundert formte sich aus dem italienischen „carne vale“ unser heutiges „Karneval“. Übersetzt heißt das so viel wie „Fleisch, lebe wohl“. Nach Angaben der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hängt dies wiederum mit dem Kirchenbegriff für den „Sonntag vor der Fleischenthaltung“ zusammen und dieser wurde mit „Domenica ante carnes tollendas“ tituliert. Der Begriff „Fastnacht“ sagt ja auch nichts anderes, als dass in der Nacht vor dem Fasten noch kräftig gefeiert wird. Wie wir wissen, geschieht dies nicht nur an einem Abend oder in einer Nacht sondern eine ganze Jahreszeit lang, nämlich in der „5. Jahreszeit“!
Eine andere Quelle sieht die Wurzel des Begriffs „Karneval“ in der Bezeichnung für die farbenprächtigen Schiffskarren, die bei den Römern in Umzügen zum Wiederbeginn der Schifffahrt mitgeführt wurden: „carrus navalis“ hießen diese. Den Aschermittwoch, der zu „Fleisch, lebe wohl“ passen würde, kannten die Römer vor der Übernahme des Christentums als Staatsreligion nicht.
„Itter, Itter, Helau“!
Woher der Narrenruf kommt, liegt ein wenig im Dunkeln. Itter – das ist ja der rechte Nebenfluß des Rheins und deshalb ist ein starker lokaler Bezug, wenn man im Narrenruf auch den Namen des baches einfügt... Mancher sieht im „Helau“ eine Verballhornung des kirchlichen „Halleluja“ darin oder den niederrheinischen Hirtenruf „Helo“. Der Jubel- und Freudenruf germanischer Stämme – Helava, Helau und Halav – sollen auch ein Ursprung sein. 1833 fand nach einem Maskenspiel auf dem Düsseldorfer Burgplatz abends, wie es heißt, die “Verlobung des Hanswursten unter Helau und Habuh mit Anna Dorothea Petronella Weichbusen” gefeiert.
Erklärungsversuche gibt es genug. Manche vermuten hinter dem “Helau” eine Abwandlung des Anrufs “Hallo”, der englisch ausgesprochen - “hällou” - dem Schlachtruf der Narren noch näher kommt. Andere bringen das Wort mit “Hellblau” oder “Halbblau” im Gegensatz zu Ganzblau (Zustand) in Zusammenhang. Ebenso zweifelhaft wie diese Deutungen dürfte jene sein, die “Helau” vom alten Ruf “Hol-über” ableitet, mit dem “Spätheimkehrer” nach dem Besuch - nicht nur - karnevalistischer Veranstaltungen die Fähre von der anderen Rheinseite heranholten.
Fastnacht
Der oft gebrauchte Begriff „Fastnacht“ bedeutet im engeren Sinne nichts anderes als den Tag und die Nacht vor der Fastenzeit. In Frankreich gibt es den Begriff „Mardi gras“ für den Faschingsdienstag. Dieser „fette (Diens-)Tag“ kann also noch einmal vor der Fastenzeit in „Saus und Braus“ verbracht werden. Aus diesem Anlass schlachteten Bauern früher auch schon einmal Hühner (Fastnachtshühner), um so die Eier-Produktion zu drosseln. „Muzen“, das Fastnachtsgebäck, wurden schon im 16. Jahrhundert gebacken und von Bauern an Knechte und Mägde verteilt. Arme Leute bekamen gelegentlich von Klöstern oder Stadtverwaltungen etwas von diesem fettreichen Gebäck.
Aschermittwoch
Dieser Mittwoch ist der Beginn der Fastenzeit vor Ostern, eine Vorbereitungszeit auf das Fest der Auferstehung Jesu von den Toten an Ostern und gläubige Christen gehen morgens zur Kirche, wo ihnen ein Aschenkreuz auf die Stirn gemalt oder ein wenig Asche ins Haar gestreut wird. Dabei wird geweihte Asche vom Osterfeuer oder von in der Ostermesse verbrannten Palmzweigen des Vorjahres genommen.
Worte bei der Kreuzzeichnung: "Gedenke Mensch, dass du aus Staub bist und zum Staub wirst du zurückkehren".
Das Kreuz aus Asche soll neben dem Symbol für Tod, Vergänglichkeit und Läuterung ein Zeichen der Wandlung für den Menschen sein, der mit der Hilfe von Christus für sein Seelenheil sorgt. Im Kirchenjahr beginnt die „Heilige Quadragesima“, das vierzigtägige Osterfasten, zu dem das Fasten, Almosengeben und natürlich das Beten gehört.
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Muzen
Das beliebte Karnevalsgebäck, ist eine in Fett ausgebackene Spezialität, die auch ein wenig daran erinnert, dass vor der langen Fastenzeit Fleisch, Schmalz- oder Eiervorräte aufgebraucht werden mussten…
Zutaten: 125 gr. Butter, 150 gr. Zucker, 3 Eier, 500 gr. Mehl, halbes Päckchen Backpulver,
2 EL Milch, 1 EL Rum, 5 Tropfen Bittermandelöl, Prise Salz.
Rezept: Butter mit dem Zucker schaumig rühren und etwa 330 gr. des Mehls und den anderen Zutaten zu einem glatten Teig rühren. Das restliche Mehl dann unterkneten, diese Masse dann immer teelöffelweise herauslösen und bei ca. 175 Grad in der Friteuse ausbacken, Dauer etwa 4 Minuten. In Puderzucker die noch warmen Muzen wälzen.
Soleier
Mal schnell zwischendurch, vielleicht mit einer Brezel dazu, einer Gewürzgurke oder einem Röggelchen…
Zutaten: 10 – 15 Eier, 4 EL Salz, etwa 1 Ltr. Wasser, ein großes (Einmach-) Glas.
Rezept: Die Eier ca. 8 Minuten hart kochen und dann abschrecken. Die Eier ganz leicht antitschen- ohne, dass die Schale abspringt. Währenddessen das Wasser aufkochen und die Eier in das Glas legen. Nun die Eier mit dem Salzwasser übergießen und die ganze Nacht ziehen lassen.
Heringssalat
...aber bitte selbst gemacht und nicht mit Konservierungsstoffen aus der
Verpackung!
Zutaten: 6 Heringsfilets, 2 Äpfel, 2 Gurken, 1 rote Rübe, 1 Zwiebel, 450 gr. Kartoffeln, 100 gr. Rindfleisch, 4 EL gehackte Walnüsse, 250 gr. saure Sahne, ca. 50 gr. Mayonnaise, etwas Zucker, Essig und Pfeffer.
Rezept: Folgendes in Würfel schneiden: Äpfel, Heringe, Kartoffeln (gekocht und geschält!), Gurke, rote Rübe (gekocht und geschält!), Zwiebel, Rindfleisch (gekocht!). Nun Walnüsse dazugeben und das Ganze dann mit der Sahne, die mit der Mayonnaise verrührt wurde, vermengen. Zum Abschmecken jetzt Zucker, Essig und Pfeffer hinzugeben. Lecker!