Hilfsnavigation

HGHLogo weiß HGH Schüler Ausschnitt Schulansichten HGH (7)

Kaspar von Peter Handke

am 06. 11. 2010, 20 Uhr, in der Stadthalle Hilden – Theaterreihe A

06-11-2010 Kaspar
© Andreas Köhring 
Peter Handkes „Kaspar“ ist das markanteste der sogenannten Sprechstücke des Autors aus der zweiten Hälfte der Sechziger Jahre, mit denen er eine Verselbstständigung sprachlicher Gebilde anstrebte. Es ging Handke nicht um die Simulation der außertheatralischen Wirklichkeit, sondern um die Erschaffung der Bühnenfigur vor den Augen des Publikums. Handke zeigt dies demonstrativ am Beispiel des fränkischen Findlings Kaspar Hauser, der in diesem Stück durch Indoktrination und Gewalt zur identitätslosen Marionette wird.

Wer spricht, wird automatisch von seiner Sprache bestimmt. Worte und Grammatik dienen nicht der bloßen Kommunikation, sondern transportieren unterschwellig ein gesellschaftliches Selbstverständnis und eine bestimmte soziale Ordnung.

Der reale historische Fall des Kaspar Hauser dient hierbei als Modell für die Verbindung von Sprach- und Gesellschaftskritik.

Robert Ciullis Inszenierung des Stücks 1987 ist eine der erfolgreichsten Produktionen des Theater an der Ruhr und wurde aufgrund der großen Nachfrage in der Spielzeit 2009 / 2010 wiederaufgenommen. Es spielt das Ensemble des Theater an der Ruhr, Mülheim.

Eintrittskarten zum Preis von 10 € bis 18 € sind im Vorverkauf bei der Ticketzentrale in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, Tel.: 02103 / 973747, sowie 1 Stunde vor Veran-staltungsbeginn an der Abendkasse in der Stadthalle Hilden erhältlich.

Die Eintrittskarten sind als Kombi-Ticket im gesamten VRR-Bereich als Fahrausweis gültig.

Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Hilden