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Lambis Klavier3. Bergische Tage deutsch-griechischer Begegnung vom 14. – 28. Juni 2005

Konzert in Hilden am 17. Juni 2005 – Klavierquartett der Ionischen Universität Korfu

Auch in diesem Jahr beteiligt sich das Kulturamt Hilden wieder an den Bergischen Tage deutsch-griechischer Begegnung, die auf eine Initiative der Griechischen Gemeinde Solingen sowie des Kulturforums Solingen zurückgehen. Sie finden vom 14. bis einschließlich 28. Juni 2005 in Hattingen, Hilden, Köln, Leichlingen, Leverkusen und Solingen statt.

Am Freitag, 17. Juni 2005, 19.30 Uhr, wird das Klavierquartett der Ionischen Universität, bestehend aus Andreas Georgotas (Bratsche), Spyros Gikontis (Violine), Ioannis Toulis (Cello/Gambe) und Lambis Vassiliadis (Klavier) im Alten Ratssaal des Bürgerhauses, Mittelstraße 40,  gastieren.

Bei den vier Musikern handelt es sich allesamt um Professoren der Musikalischen Abteilung der Ionischen Universität Korfu (Griechenland). Die Musikalische Abteilung dieser Universität wurde 1992 geschaffen und ist innerhalb der Alten Festung untergebracht, von der der Blick über das Meer bis an die Küste Albaniens reicht. In Hilden werden die griechischen Musiker das Klavierquartett Es- Dur op. 16 von Ludwig van Beethoven sowie von Johannes Brahms das  Klavierquartett in g-moll darbieten.

Das Werk Beethovens, während einer Konzertreise nach Prag  zunächst als Klavierquintett konzipiert wurde in Berlin abgeschlossen. Erst in einer späteren Phase schuf Beethoven aus dieser Version das Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello. Wann es zu der Umarbeitung der Komposition kam, ist unklar. Im Jahr 1801 wurde das Klavierquartett Es-Dur op. 16 in Wien gedruckt.  Spyros - ViolineMöglicherweise nahm der Komponist die Umarbeitung zum Quartett vor, weil Kammermusik unter

Einbeziehung von Blasinstrumenten zu seiner Zeit als weniger seriös, als eher der leichten Muse zugehörig, galt.

Wenn hier von Umarbeitung die Rede ist, so kann man mit gleichem Recht wohl auch von der Komposition eines neuen Werkes sprechen. Zwar entspricht der Klavierpart gänzlich der  Quintettfassung,  die Streichinstrumente aber sind in dem Klavierquartett jedoch viel stärker in das Geschehen integriert. So übernehmen sie Passagen, die im Quintett den Hörnern zugedacht waren. Die klangliche Balance zwischen Klavier und Streichern ist ausgewogener als die zwischen Klavier und Bläsern. So lässt das Quartett, anders als das Quintett, an eine Symphonie denken. 

Die Uraufführung des Klavierquartetts g-moll op. 25. von Brahms fand im November 1861 in Hamburg unter Mitwirkung von Clara Schumann am Klavier, statt. In Wien wurde der Komponist, nachdem das Werk dort zur Aufführung gelangte, als „Erbe Beethovens“ gefeiert. 

Schon im Sommer schickte Brahms die Komposition einem seiner engsten Freunde, dem Geiger Joseph Joachim, der sich besonders bezüglich des letzten Satzes begeistert zeigte. Der Komponist Arnold Schönberg (1874-1951) schrieb 1933 einen Aufsatz über Brahms, in dem es heißt: „Es ist der Zweck dieses Aufsatzes zu beweisen, dass Brahms, der Klassizist, der Akademische, ein großer Neuerer, ja, tatsächlich ein großer Fortschrittler im Bereich der musikalischen Sprache war.“
Von dem Klavierquartetts in g-moll op.25 war Schönberg so angetan, dass er Sommer 1937 im amerikanischen Exil eine Bearbeitung für Orchester vornahm.

Der Eintritt zu diesem Konzert kostet € 8,50.

Karten sind im Vorverkauf bei der Ticket-Zentrale Hilden, Nove-Mesto-Platz 3 in der Stadtbücherei und an der Abendkasse erhältlich.

Die Eintrittstickets sind gleichzeitig auch als Fahrausweis im gesamten VRR-Bereich gültig.

Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Hilden.