Gilt in späten Jahren immer noch der Spruch: "Die Zeit heilt alle Wunden"? Diese und andere Fragen wird Prof. Dr. Norbert Erlemeier in seinem Vortrag „Lebenskrisen als Wendepunkte im Alternsprozess“ am Dienstag, 30. Oktober um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, beantworten. Eine persönliche Krise hat wohl jeder im Verlauf seines Lebens schon einmal durchgemacht. Es kann eine Krise in einer menschlichen Beziehung sein, eine Krise in der beruflichen Entwicklung und Berufsausübung, in der Werte- und Sinnfindung, besonders in der Auseinandersetzung mit einschneidenden Ereignissen, die das bisherige Gleichgewicht im Leben erschüttern. Dazu gehören schwere Erkrankungen, der Verlust von nahestehenden Menschen und psychische Verletzungen/Kränkungen, die unser Selbstwertgefühl zutiefst schwächen. Lebenskrisen sind phasentypisch. Es gibt solche im Jugendalter, im mittleren und hohen Erwachsenenalter. Mit Krisen im Alter wird sich dieser Vortrag besonders befassen. Es geht um die Frage, wie wir mit einer Krise fertig werden und welche Zeit uns im Alter bleibt, um daraus zu lernen, etwas zu verändern. Manche Menschen können auch im Alter auf Ressourcen zurückgreifen, um eine Krise auszuhalten, vielleicht sogar zu überwinden. Andere schaffen das nicht, zerbrechen an einer Krise, sehen keine Chance, sie zu bewältigen. Manche denken auch an Selbsttötung oder führen sie aus. Hier ist Krisenhilfe als Lebenshilfe gefordert. Welche Möglichkeiten und Ermutigungen darin liegen, soll uns beschäftigen und ein Schwerpunkt dieser Vortragveranstaltung sein. Es handelt sich um eine Kooperation in Zusammenarbeit mit der VHS Hilden-Haan und der Evangelischen Erwachsenenbildung Hilden im Rahmen des Projektes „Lebenslinien“. Der Eintritt beträgt sechs Euro (nur Abendkasse, frei mit Itter-Pass).