Lesung und Gespräch für Jugendliche und Erwachsene mit der Autorin Elisabeth Zöller
Die Bücher von Elisabeth Zöller entstehen nicht von heute auf morgen. Nein, sie beobachtet genau, spürt die Themen der Zeit auf. Und ist auch schon mal mit der Kamera unterwegs, um Gesichter einzufangen für ihre Geschichten. Manchmal aber ist auch die eigene Historie Anreiz für ein Buch. So war es beispielsweise bei »Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens«, das Buch, für das Elisabeth Zöller den Gustav Heinemann-Friedenspreis erhalten hat und das den Massenmord geistig und körperlich behinderter Menschen im Nationalsozialismus zum Thema hat. Eine Geschichte, die ganz nah an Zöllers eigener Geschichte ist. Denn erzählt wird hier das Schicksal ihres behinderten Onkels, der das Dritte Reich nur mit Hilfe eines gefälschten Totenscheins überleben konnte. In diesem Buch ist es der Autorin geglückt ist, eine authentische Geschichte so zu erzählen, dass deutsche Alltagsgeschichte zwischen 1933 und 1945 auch heute spürbar nah kommt.
Elisabeth Zöller, geboren im Sauerland und derzeit in Münster zu Hause, war zunächst im Schuldienst tätig und hat sich später ganz dem Schreiben gewidmet. Mit über 60 Büchern ist sie heute eine der erfolgreichsten und bekanntesten deutschen Jugendautoren. Ihre Bücher fesseln nicht nur beim Lesen, auch im persönlichen Vortrag weiß Elisabeth Zöller die Zuhörer jeden Alters in ihren Bann zu ziehen.
6. November 2008, 19.30 Uhr, Eintritt frei
Stadtbücherei Hilden
Nove-Mesto-Platz 3