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Der Titel der neuen und bereits dritten CD "Ring the bell - run like hell" macht so richtig deutlich, wofür Midnight Court steht. Es ist im besten Sinne des Wortes ein audiophiles Klingel-Putzen. Die drei "Middies" ziehen kräftig um die Häuser und läuten mit ihrem frischen Sound Sturm. Zunächst klingeln sie bei drei ehrwürdigen Balladen an und erwecken die legendären "As I roved out", "Welcoming Paddy home" und "Salonika" zu neuem Leben. Dann sind die Kollegen aus der Singer/Songwriter-Riege dran. "Caleb Meyer" von Gillian Welch & David Rawlings oder der "Outside track" von Henry Lawson werden aus dem Tiefschlaf gerissen. Und Aaron Shirlow zeigt mit seinem "Omagh Town", dass auch er eine feine Adresse ist, wenn man einen griffigen Song zum Covern braucht. Last but not least kommen die berühmt berüchtigten Jigs und Reels dran. Diese werden so vehement aufgerüttelt, dass sie mit der Band im höllischen Tempo um die Wette rennen.13.07.2006 - midnightcourt

Das dritte Album läutet eine neue Epoche ein. Dieses Mal wurde etwas aufwändiger produziert und bei einigen Stücken auch das Schlagzeug eingesetzt. Dennoch ist die Band damit nicht in das Folk-Rock Lager gewechselt. Getreu dem Titel des Albums nimmt das Trio immer wieder Reißaus und springt zwischen opulent und unplugged produzierten Titeln hin und her. Geschickt vermeidet man es, in einer der vielen Irish Folk Schubladen zu landen und bietet dem Zuhörer einen äußerst abwechslungsreichen Hörgenuss.

Als Gäste wirken unter anderem mit: Brian O´Connor, der Tin Whistle Spieler von Geraldine MacGowan und Peter Jack, der Bassist von Clannad. Am Schlagzeug ist Mike Witzel, der auch schon für Chris de Burg die Schlagzeugstöcke schwang.

In Deutschland gehört die Band längst schon zu den beliebtesten und erfolgreichsten irischen Acts. Das liegt nicht zuletzt an ihrem sympathischen Auftreten und den mitreißenden Live-Auftritten. Midnight Court beweisen es immer wieder: Irish Folk pur lebt. Und wie! Man braucht nicht viel, um das Publikum in absolute Begeisterung zu versetzen. Ein Akkordeon, Fiddle, Gitarre und exzellente Vocals genügen. Entscheidend dürfte der "Spirit" sein, der in den Musikern lodert, die diese Instrumente spielen und den Funken überspringen lassen.

Die Bandphilosopie "give the people what they want!" hat sich als stimmig bewahrheitet.

  
Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Hilden