Der Landschaftsplan des Kreises Mettmann regelt für die Stadt Hilden die Entwicklung, den Schutz und die Pflege der Landschaft außerhalb von Bebauungsplänen. Schon frühzeitig wurden zahlreiche Grünzonen in Hilden unter Naturschutz gestellt. Ein Beispiel ist die „Hildener Heide“. Heute liegt der Anteil der Naturschutzgebiete in Hilden mit 4,5 Prozent der Gemeindefläche deutlich über dem Durchschnitt: Im Kreis Mettmann sind es zum Beispiel 3,76 Prozent der Gesamtfläche, in ganz Nordrhein-Westfalen 3,9 Prozent. Die Naturschutzgebiete sichern die Artenvielfalt der heimischen Flora und Fauna und stabilisieren die Ökosysteme.
Innerhalb der bebauten Ortsteile regelt der Grünordnungsplan die Grundzüge der Grünflächenentwicklung. Als größte öffentliche Grünflächen in der Innenstadt sind der Stadtpark, die Grünanlage Holterhöfchen mit der historischen Ringwallanlage sowie Haupt-, Nord- und Südfriedhof zu nennen.
Neben den Grünflächen prägen die überwiegend von Ost nach West fließenden Bachläufe das Bild der Stadt. Zusammen mit dem Bergisch-Rheinischen Wasserverband hat die Stadt in den letzten Jahren umfangreiche Maßnahmen zum ökologischen Umbau einiger Hildener Bäche in die Wege geleitet. In den 50er und 60er Jahren sorgten Befestigungen aus Stein und Beton für eine Begradigung zahlreicher Bäche. Vor kurzer Zeit aber verwandelte man sehr gleichförmige und unnatürliche Bäche wie den Garather Mühlenbach, den Biesenbach, den Hoxbach und den Kniebach wieder in eine natürliche Gewässerlandschaft. Die Renaturierung weiterer Gewässer ist geplant.
Den verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit dem Medium Wasser hatte auch eine Aktion im Rahmen der Agenda 21 zum Inhalt. In einer Aktion mit Bürgerinnen und Bürgern wurde unter künstlerischer Anleitung der Brunnenbereich mit der „Wasserspielskulptur“ am Warrington-Platz gestaltet.
Im öffentlichen Straßenraum sind in den letzten Jahren verstärkt Straßenbäume gepflanzt worden, die insbesondere im bebauten Bereich zur Verbesserung des Kleinklimas und der Wohnumfeldqualität führen. Für Fragen zum Schutz und Erhalt von Bäumen bieten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung eine individuelle Beratung an.
Seit 1998 fördert die Stadt die naturnahe Umgestaltung von Schulhöfen. Im Rahmen des Projektes „Natur an der Schule“ sind verschiedene Vorschläge an der Grundschule Schulstraße, der Adolf-Reichwein-Schule sowie an weiteren Schulen bereits verwirklicht. Ein Projekt der Umweltbildung ist das Waldklassenzimmer im Stadtwald mit seinen rohen Bänken in freier Natur: Hier vermittelt der Förster den Schülerinnen und Schülern das Leben im Wald. Musterbäume demonstrieren die Vielfalt des Grüns.
Auch im privaten Bereich fördert die Stadt Hilden Maßnahmen des Natur- und Umweltschutzes und informiert über bestehende Systeme zur Regenwassernutzung und Eigenkompostierung. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können die notwendigen Behälter zu günstigen Konditionen erwerben.
1999 hat die Stadt Hilden erstmals ein Förderprogramm zur Dachbegrünung ins Leben gerufen. Mit den bereit gestellten Geldern werden Begrünungsmaßnahmen auf privaten Hausdächern bezuschusst. Gründächer kompensieren die starke Versiegelung der Bodenfläche und tragen zur Verbesserung der Luftqualität und des Wasserhaushaltes bei. Sie wirken zudem wärmedämmend und materialschonend und dienen der Gewinnung von gereinigtem Regenwasser. Ein ganz anderes „Umweltproblem“ stellt die Verunreinigung von Wegen und Plätzen durch Hundekot dar. Aus diesem Grund sind „Hundewiesen“ angelegt worden: Am Rathaus nördlich der Itter, am „Roten Weg“ zwischen Mozart- und Beethovenstraße sowie am Frans-Hals-Weg/Ecke Rembrandtweg. Eine weitere große Hundewiese befindet sich außerdem an der Elberfelder Straße unmittelbar am Fuße des Jabergs. Und schließlich hat der Bürgerverein im Hildener Süden für die Aufstellung von „Hundetoiletten“ gesorgt.
Ansprechpartner: Umweltbeauftragter Achim Hendrichs, Rathaus, Tel. 72-403,
E-Mail: achim.hendrichs@hilden.de