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Der Schwerpunkt für die Arbeit in der Unterstufe liegt zunächst im Erwerb der Basiskompetenzen, ohne die ein erfolgreiches Lernen nicht möglich ist. Statt auf einzelne, isolierte „Schwächen“ einzugehen, wird von den stärken ausgehend mit jedem Kind individuell an seinem Lernfortschritt gearbeitet.
Seit der Schließung der Schulkindergärten im Jahr 2005 hat sich die Ausgangslage in der Eingangsklasse der Ferdinand-Lieven-Schule verändert. Das bedeutet, dass wir eine kleine Gruppe von Kindern direkt aus den Kindergärten einschulen.
Besonders in der Eingangsklasse ist eine große Heterogenität bei den Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder gegeben.
Vorrangiges Ziel für die Arbeit in dieser Klasse ist der Aufbau einer Klassengemeinschaft, innerhalb der sich jeder - orientiert an dem Leitbild der Ferdinand-Lieven-Schule - einfinden, entwickeln und wohl fühlen soll. Die Kooperationsbereitschaft und -fähigkeit und Selbstvertrauen werden innerhalb der Klassengemeinschaft geschult und gestärkt.

Haben die Schülerinnen und Schüler sich an die neue Umgebung und die neuen Bezugspersonen und Gruppenmitglieder gewöhnt, kann man mit Übungen beginnen, die eine Unterrichts- und Lernausgangslage zu schaffen:

-verschiedene Sitzpositionen werden erprobt
-das Stuhlkreisbauen wird geübt
-Gesprächsregeln werden abgesprochen
-Rituale werden eingeübt
-akustische Signale für Ruhephasen werden verabredet
-eigene Bedürfnisse werden zurückgestellt
-Ruhephasen werden ausgehalten
-edukinestetische und andere Bewegungsübungen werden täglich durchgeführt
-die Inhalte des Tornisters werden überprüft, das Material darin benannt/ benutzt
-Konzentrations- und Ausdauerübungen werden durchgeführt

Dies schafft die notwendigen Voraussetzungen für erfolgreiches Lernen.

Die Arbeit in der Mittelstufe gründet auf den in der Unterstufe erworbenen Basisqualifikationen und Fertigkeiten. Hier geht es z. B. nicht mehr nur um die Technik des Lesens, sondern um die Förderung der Lesefreude als Grundlage für eine lebenslange Einbindung des Lesens in das Alltagsleben. Nur wenn Lesen im Erleben der Schüler mit Freude und mit Freizeitgewinn verbunden ist, wird es selbstverständlich angewendet. Erst dann ist wirkliche Sinnentnahme gewährleistet und die Medien Buch, Zeitung und Zeitschrift werden zu vertrauten Begleitern und Partnern für eine selbstbestimmte Partizipation am gesellschaftlichen Leben und an der Arbeitswelt. Auch im sozial- emotionalen Bereich erfolgt in dieser Stufe eine bedeutsame Förderung. Ämter und Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen, sich bewusst mit den Regeln der Klasse, der Schule und des Gemeinwesens auseinander zu setzen und diese für sich zu akzeptieren und einzuhalten, rückt stärker in den Fordergrund. Eine Reflexion über die eigene Persönlichkeit mit allen Stärken und Schwächen wird angeregt. Erste Perspektiven für mögliche spätere Lebens- und Arbeitsfelder werden entwickelt. Daneben heißt es natürlich immer wieder üben, um erworbene Fertigkeiten und Wissen zu sichern und zu erweitern.
Die Förderung in der Oberstufe der Ferdinand-Lieven-Schule zielt auf eine individuelle Festigung der Kulturtechniken, auf die Entfaltung der Persönlichkeit, die Anbahnung der Berufswahlentscheidung und die Unterstützung der zukünftigen Lebensplanung.