Dieses Schuljahr fand das alternatives Sportfest unter dem Motto Ein ganz normaler Tag/Capp and No-Capp statt. Hier kooperierten wir mit der Elisabeth & Bernhard Weik-Stiftung [externer Link].
Sensibilisierung für Menschen mit einem Handicap hieß das Programm dieses Tages. Die Reichwein-Schule war damit der Trendsetter für ein Projekt in Hilden, das in Langenfeld an verschiedenen Schulen bereits sehr erfolgreich gelaufen ist. An elf verschiedenen Stationen sprachen die Kinder mit gehandicapten Menschen oder simulierten selbst eine Behinderung. Natürlich musste solch ein Thema im Unterricht aufgegriffen werden. In der Nachbesprechung zeigten sich die Kinder vor allem durch den persönlichen Kontakt zu Herrn Glasmacher (blind) und Frau Wolters (Rollstuhlfahrerin) beeindruckt. Durch das eigene Ausprobieren mischte sich Spaß mit Ernst und verankerte so den Kindern das wichtige Thema in der Erinnerung.
Die Stationen im Einzelnen waren:
- Rollstuhlparcours: Hier durften die Kinder selbst in einem Rollstuhl fahren und mussten z.B. über eine Turnmatte fahren. Frau Wolters berichtete über Schwierigkeiten im Alltag und unerwünschte Hilfe.
- Lauf der Gehbehinderten: Mit Gehhilfen mussten verschiedene Hindernisse überwunden werden
- Übungen für Gehörlose: Frau Meyn, eine ehemalige Mutter der Klasse 2a, stellte die Gebärdensprache vor. Gehörkapseln auf den Ohren zeigten den Kindern die Wahrnehmung eines Schwerhörigen.
- Wettlauf der Übergewichtigen: Mit Gewichtswesten erschwert mussten die Kinder das Klettergerüst überwinden
- Springen der Beinamputierten: Mit nur einem Bein galt es Hürden zu überwinden oder Seil zu springen
- Ballrollen, Lauf und Tandemfahren für Blinde: Mit Schlafbrillen blind gemacht, rollten sich die Kinder einen Klingelball zu, wurden von einem Partner über einen Parcours geführt oder fuhren als Beifahrer auf einem Tandem mit.
- Gehen mit dem Blindenstock: Eine nicht bekannte Strecke musste mit dem Blindenstock ertastet werden.
- Übungen für Blinde: Herr Glasmacher zeigte viele Hilfsmittel und Spiele für Blinde und stellte die Braille-Schrift vor.
- Übungen ohne Arme: Mit den nackten Füßen versuchten die Kinder, ihren Namen zu schreiben, zu würfeln, in einer Zeitschrift zu blättern oder einen Knoten in ein Seil zu machen.
- Geräuscherätsel: Verschiedene Alltagsgeräusche mussten erraten werden.
- Übungen mit einer Hand: Wer kann mit einer Hand eine Flasche auf- und zudrehen, sein T-Shirt aus- und anziehen, eine Federmappe öffnen?

Neben der örtlichen Presse berichtete auch Center-TV von diesem Ereignis.