Biennale Neanderland 2009 Alles Theater!
Und keiner will der Kapitalist sein Zement. Probe Revolution
nach Heiner Müller
Jede Biennale hat ein neues Motto. Das Motto der neanderland-biennale 2009 heißt Alles Theater!", zieht sich als roter Faden durch das Programm und schafft die inhaltliche Klammer.
Bei der diesjährigen Veranstaltungsfolge steht die Sparte Theater im Mittelpunkt.
Die einzelnen Veranstaltungen verbinden jedoch Theater, Tanz, Musik und Bildende Kunst. Vor allem für die Freie Szene möchte die neanderland-biennale eine Bühne sein. Mit besonders zugkräftigen Veranstaltungen setzt sie Höhepunkte, um auch Publikum aus der umliegenden Region anzulocken. Die Highlights der Biennale sind die Auftritte von internationalen und nationalen Straßentheater-Ensembles.
Die Finanzierung der neanderland-biennale erfolgt durch Fördermittel des Landes NRW, durch Beiträge der 10 beteiligten, kreisangehörigen Städte, sowie durch Sponsoringmittel und Einnahmen aus dem Kartenverkauf.
Die Produktion von Theater Arbeit Duisburg wird im Rahmen der Biennale Neanderland 2009 Alles Theater! am 06. 06. 2009, 19.30 Uhr, im Heinrich-Strangmeier-Saal, Altes Helmholtz, Gerresheimer Straße 20, Hilden, gezeigt.
Die Differenz zwischen einer vergangenen Zukunft und unserer Gegenwart, die diese Zukunft nicht ist, erforscht das neue Projekt von Theater Arbeit Duisburg: Und keiner will der Kapitalist sein .... Eine jener Zukunft vergleichbare ist aus den ökonomisch-politischen Strukturen unserer Zeit und Gesellschaft nicht ableitbar, den Mechanismus ihrer Reproduktion zu durchbrechen eine andere Welt ist möglich bleibt idealistische Vorstellung.
In Zement. Probe Revolution geht TAD mit Heiner Müllers Revolutionsdrama Zement rückwärts in eine Vergangenheit, 1921-23 in Russland, in welcher der Kommunismus noch kein Albtraum war und kein Traum mehr, sondern eine Arbeit, unsere (Tschumalow, Zement); um nicht aus diesem historischen Moment, sondern in der Vermessung des Abstandes (Grabens), der unser Heute von diesem trennt, einen, vielfach gebrochenen, Zukunftsblick neu zu gewinnen.
Es spielen: Carsten Caniglia, Katinka Mache, Alessandro Nania, Andre Scioblowski, Alica Weirauch
Regie: Markus Schlappig
Dramaturgie: Stefan Schroer
Theorie: Christian Schoppe
Regieassistenz: Phillip Decker
Eintrittskarten zum Preis von 10 (ermäßigt 5,50) sind im Vorverkauf bei der Ticketzentrale in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, Tel.: 02103 / 973747, sowie 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich. Sie sind als Kombi-Ticket im gesamten VRR-Bereich als Fahrausweis gültig.
Eine Veranstaltung des Kulturamtes der Stadt Hilden.