Veranstaltungsreihe Anstoß: Gott und Gehirn - Wie sich der christliche Glaube mit den Erkenntnissen der Hirnforschung verträgt
„Gott und Gehirn - Wie sich der christliche Glaube mit den Erkenntnissen der Hirnforschung verträgt“, dieser Frage geht Dr. rer. nat. Christian Hoppe im Rahmen der Vortragsreihe „Anstoß“, einer Initiative der Katholischen Kirche Hilden in Kooperation mit der Stadtbücherei und der VHS Hilden-Haan, am Freitag, 26. Oktober, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei, Nove-Mesto-Platz 3, nach. Viele meinen heute, dass der christliche Glaube mit Naturwissenschaft – insbesondere mit den Erkenntnissen der Hirnforschung – nicht vereinbar sei. Dieser Einschätzung liegt jedoch ein falsches Verständnis der christlichen Auffassung von Gott, vom Menschen und vom Glauben zugrunde. Nach christlichem Verständnis ist Gott kein Gespenstergott, den es auch noch gibt – sondern er ist die Wirklichkeit alles Wirklichen, in der wir „atmen, weben und leben“. Der Mensch ist auch nicht nur eine immaterielle Seele – sondern ist Person in der Einheit von Körper, Seele und Geist; seine Gottebenbildlichkeit zeigt sich gerade in seiner Wahrheitsfähigkeit. Der Glaube Jesu ist schließlich keine weltanschauliche Meinung oder religiös-spirituelle Praxis – sondern die Bereitschaft, im Anderen den Bruder oder die Schwester zu erkennen. Nicht selten steht gerade Religion diesem Glauben im Wege. Der Christ wählt also die Möglichkeit, in der Nachfolge Jesu zu leben – ohne jeden Widerspruch zur Vernunft und Naturwissenschaft. Christian Hoppe, geboren 1967, hat in Bonn zunächst katholische Theologie und anschließend Psychologie studiert. Nach Forschungsaufenthalten am Max-Planck-Institut in Leipzig und an der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn, schloss sich die Promotion an der Universität Bielefeld an. Seit 2011 arbeitet er in der Klinik für Epileptologie der Universität Bonn. Im Anschluss an den Vortrag sind die Zuhörer herzlich zum offenen Gespräch eingeladen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.