Das Wissen um die eigene Religion als Voraussetzung für den interreligiösen Dialog
Prof. Dr. Günter Riße
Im Rahmen der Vortragsreihe Anstoß, einer Initiative der Katholischen Kirche Hilden in Kooperation mit der Stadtbücherei und der VHS Hilden-Haan, hält Prof. Dr. Günter Riße am Freitag, den 20. März, um 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Hilden einen Vortrag zum Thema „Das Wissen um die eigene Religion als Voraussetzung für den interreligiösen Dialog“.
Als Direktor des Diakoneninstituts der Erzdiözese Köln hat Prof. Riße Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses im Diakonamt und damit unmittelbar Einfluss auf die praktische Theologie. Daraus ergibt sich auch sein Engagement in der Vermittlung der Unterschiede zwischen der christlichen praktischen Lebensführung und der theologischen Darstellung des christlichen Glaubens sowie den verschiedenen Formen des islamischen Lebens in der Seelsorge einer Großstadt.
Prof. Riße hat sich in umfangreichen Studien mit der Frage beschäftigt, welches Christusbild im Koran verkündet wird. Nach christlichem Glauben ist Jesus Christus der Erlöser und Gottes Sohn. Mohammed hingegen vertritt im Koran eine andere Auffassung. Er sieht in Jesus den Propheten als seinen Vorgänger und sich selbst als den allerletzten der von Gott beauftragten Boten sowie als Siegel der prophetischen Verkündigungen durch die Offenbarungsgeschichte. Wenn zwischen Christentum und Islam ein für beide nutzbringendes ehrliches Gespräch stattfinden soll, dürfen die jeweiligen wesentlichen Unterschiede, die sich in der Deutung der Offenbarung und ihrer Vermittlung und der Einschätzung der heiligen Schriften zeigen, nicht verschwiegen werden.
20.03.2009, 19.30 Uhr
Stadtbücherei Hilden
Nove-Mesto-Platz 3
Eintritt frei