Zwei Erzählungen von Heinrich von Kleist
Freie Rezitation mit Gerhard Ferenschild
Heinrich von Kleist wird am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren. Ein spektakulärer Doppelselbstmord mit der Freundin Henriette Adolphine Vogel setzt seinem Leben am 21. November 1811 am Berliner Wannsee ein Ende.
Das Erdbeben von Chili (1806) ist die Geschichte einer „aus den Fugen geratenen Welt”. Das Schicksal des Paares Josephe und Jeronimo sowie ihres sechs Wochen alten Sohnes inmitten der Katastrophe des Erdbebens von 1647 schwankt zwischen „Zerrissenheit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit„. Ein nicht unerheblicher religiöser Fanatismus beweist nach wie vor eine überraschende Modernität.
Die heilige Cäcilie oder die Gewalt der Musik (1810/11) erzählt in Form einer Legende von einem Wunder, das sich in Aachen gegen Ende des 16. Jahrhunderts ereignet. Ein Anschlag verwirrter Reformierter, die eine Klosterkirche in blasphemischer Weise zerstören wollen, gerät zu einer Huldigung des Protestanten Kleist an die katholische Kirche mit komisch-ironischen Zügen.
Beide Geschichten verbindet die Folie der Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche.
Nach der freien Rezitation steht Gerhard Ferenschild zu einem Gespräch, aber auch zu allen sonstigen Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Der Eintritt beträgt € 8,- (nur Abendkasse, € 4,- mit Itterpass).